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11. Februar 2012 00:04 Uhr
Aufregung im Vatikan
Mordkomplott gegen den Papst?
Verwirrung hat in Rom ein Bericht über ein angebliches Mordkomplott gegen Papst Benedikt XVI. hervor gerufen. Der Vatikan wies das Gerücht zurück, die Quelle sei absolut unseriös.
Die italienische Zeitung Il Fatto Quotidiano zitierte am Freitag aus einem vertraulichen Dokument, dessen Inhalt einen Anschlag auf das Oberhaupt der Katholiken innerhalb eines Jahres nahelege.
Das Dokument war dem Bericht zufolge in Deutsch verfasst, auf den 30. Dezember 2011 datiert und soll der Spitze des Vatikans vom kolumbianischen Kardinal Darìo Castrillon Hoyos zugänglich gemacht worden sein. Das Dokument selbst wurde vom Vatikan nicht bestritten. Dieser Bericht sei aber dermaßen jenseits der Realität, dass er ihn nicht kommentieren wolle, sagte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi. Ähnlich äußerte sich der Erzbischof von Palermo, Kardinal Paolo Romeo. Romeo soll dem Bericht zufolge im November 2011 vor Geschäftsleuten in China gesagt haben, der Papst habe nur noch zwölf Monate zu leben. "Das entbehrt jeder Grundlage", sagte er dazu.
Die Zeitung berichtet von dem Besuch Romeos in China, bei dem er vom Schicksal Benedikts gesprochen habe, "dass seine Gesprächspartner ängstlich dachten, ein Angriff auf den Heiligen Vater sei in Planung". Romeo habe von "sehr konfliktreichen Beziehungen" zwischen Benedikt und seinem Staatssekretär Tarcisio Bertone gesprochen. Um dem wachsenden Einfluss Bertones im Vatikan zu begegnen, müsste Benedikt den Weg für den Mailänder Kardinal Angelo Scola als möglichem nächsten Papst ebnen, soll Romeo gesagt haben. Der Vatikanist Andrea Tornielli von La Stampa meinte, das Dokument könnte ein Zeichen für einen internen Machtkampf im Vatikan sein.
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Autor: dpa
