Präsidentschaft

"Four more Years" - Obama bleibt US-Präsident

Ticker: Alexandra Sillgitt, Karl Heidegger, Oliver Huber, unseren Agenturen / Video: Florian Kech, Dominic Rock

Von Ticker: Alexandra Sillgitt, Karl Heidegger, Oliver Huber, unseren Agenturen, Video: Florian Kech & Dominic Rock

Di, 06. November 2012 um 23:53 Uhr

Ausland

US-Präsident Barack Obama hat sich in der Präsidentenwahl am Ende überraschend deutlich gegen seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney durchgesetzt. Obama erklärte vor seinen jubelnden Anhängern: "Das Beste kommt noch". Die Dramatik der Wahl in unserem Live-Ticker.

10.00 Uhr: Mit einem Verweis auf den Kommentar unseres BZ-Korrespondenten Jens Schmitz zum Wahlausgang verabschiedet sich das Team der Badischen Zeitung Online von der Live-Berichterstattung. Wir hoffen, sie hatten eine spannende und unterhaltsame Wahlnacht.

9.30 Uhr: Auch das noch: Der Euro hat mit deutlichen Kursgewinnen auf die Wiederwahl von US-Präsident Barack Obama reagiert. In der Spitze stieg die Gemeinschaftswährung auf 1,2875 US-Dollar. Die US-Währung verzeichnete nicht nur zum Euro, sondern auch zu vielen anderen Währungen Verluste nach der Wiederwahl Obamas. Als wichtigster Grund gilt, dass der Präsident den Kurs von Fed-Chef Ben Bernanke unterstützt. Die massive Geldschwemme der Federal Reserve belastet den Dollar seit langem.

9.11 Uhr: Nettes Detail am Rande: In seiner Siegesrede hat Obama seine Töchter enttäuschen müssen. "Ich bin so stolz auf Euch. Aber ich sage Euch jetzt: Ein Hund ist wohl genug", hat Obama gesagt. Er spielte darauf an, dass er seinen Töchtern Sasha und Malia nach seiner ersten Wahl 2008 einen Hund geschenkt hatte. Der Portugiesische Wasserhund mit Namen "Bo" lebt seitdem mit im Weißen Haus. Mit dem Kürzel #Bo zeichnet Obama auch seine Beiträge beim Kurznachrichtendienst Twitter.

8.57 Uhr: Er wirkt gelöst und zugleich kraftvoll wie lange nicht mehr. Barack Obama hält als Sieger die Rede, die sich seine Anhänger schon im Wahlkampf gewünscht hätten. BZ-Online liefert die Dankesrede in der Zusammenfassung.

8.45 Uhr: Für die Statistikinteressierten: Obama wird die Zahl von 365 Wahlmännerstimmen aus dem Jahr seiner ersten Wahl 2008 nicht mehr erreichen können. Obama liegt bei 303 Wählerstimmen. Es fehlte nur noch der Staat Florida mit 29 Stimmen, wo weiter ausgezählt wurde. Dort liegt Obama mit äußerst knappem Vorsprung leicht vorn.

8.41 Uhr: Wie Obama seinen Sieg hinter den Kulissen feiert wird, wissen wir nicht. Vielleicht stößt er mit seinen Vertrauten mit einem Glas Bier an. Vielleicht sogar mit einem original "White House Honey Ale". Wie das Privatbier des Präsidenten gebraut wird, zeigt unser Video.

8.33 Uhr: Bundespräsident Joachim Gauck wünscht Barack Obama viel Glück für seine zweite Amtszeit gewünscht. "Zu Ihrer Wiederwahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gratuliere ich Ihnen, auch im Namen meiner Landsleute, sehr herzlich", schreibt Gauck. Als Partner gleicher Werte und Überzeugungen trügen die USA und Deutschland gemeinsam Verantwortung in der Welt.

8.15 Uhr: In seiner Rede beschwor Obama die Einheit der Amerikaner: "Egal, woran Du glaubst, wo Du herkommst, ob Du weiß oder schwarz bist, Latino oder Indianer, schwul oder hetero: Du kannst es hier schaffen." Auch die politischen Ausrichtung sei zweitrangig: "Wir sind keine blauen und roten Staaten, wir sind die Vereinigten Staaten von Amerika."

8.10 Uhr: Pures Adrenalin: Der Wahlsieg Obamas hat im Internet hohe Wellen geschlagen. Künftig könnte Twitter bei Wahlen eine ähnliche Rolle spielen wie Meinungsumfragen. Wird Twitter auch die Bundestagswahl beeinflussen?

8.04 Uhr: "Keiner, der für dieses Land kämpft, soll jemals um einen Arbeitsplatz kämpfen müssen", dies wolle er sicherstellen, verspricht Obama. Aber auch der politische Alltag sei manchmal ein Kampf. "Demokratie in einem Land mit über 300 Millionen Menschen kann laut und chaotisch sein", sagt Obama. Er gibt zu bedenken, dass Menschen in vielen Ländern ihr Leben riskierten, wenn sie ihre Meinung äußern. Sein Land solle Kindern Zugang zu den besten Schulen und Lehrern geben. Und jedem Kind die Chance, den Beruf zu wählen, den es möchte - und sei es, Präsident zu werden.

7.48 Uhr: "Das Beste kommt noch", verkündet Obama in einem Konferenzzentrum seiner Heimatstadt Chicago. Er gratuliert seinem unterlegenen Kontrahenten Mitt Romney zu dem hart umkämpften Wahlkampf.

7.37 Uhr: Jubel! Barack Obama tritt vor seine Anhänger. Der Saal kocht. Zu den Klägen von Stevie Wonder steht Obama gemeinsam mit Ehefrau Michelle und den beiden Töchtern auf der Bühne. Er genießt zunächst schweigend den Jubel.

Anzahl der Wahlmänner

esel              esel
Barack Obama               Mitt Romney
   303                   206


7.25 Uhr: Obama hat bei seiner Wiederwahl bei Amerikanern asiatischer Abstammung deutlich gewonnen, dafür aber bei den jüngsten Wählern klar verloren. Nach einer Wählerbefragung stimmten 74 Prozent der Wähler mit asiatischen Wurzeln für Obama. Vor vier Jahren waren es nur 62 Prozent. Dafür verlor der Präsident sechs Prozentpunkte bei den Wählern unter 30, von denen noch 60 Prozent für ihn stimmten.

7.11 Uhr: Emotionale Szenen in den USA: Menschen liegen sich in den Armen, drücken Tränen raus, stoßen mit Bier an oder schwenken Flaggen. Wie bunt die Obama-Fans den Sieg ihres Helden feiern, im Fotoalbum

7.00 Uhr:
Romney hat seine Niederlage im Kampf ums Weiße Haus eingeräumt. Zugleich gratuliert er Amtsinhaber Barack Obama zur Wiederwahl. Er wünscht Präsident Obama Erfolg, sagt ein gefasster Romney in seinem Wahlkampfhauptquartier in Boston. "Ich habe für das Amt kandidiert, weil ich besorgt um Amerika bin", sagt Romney. "Ich bete für den Erfolg des Präsidenten bei der Führung unserer Nation." Die Wahl sei vorbei, "aber unsere Prinzipien haben weiter Bestand." Selbstverständlich schließt er mit den Worten: "Thank You. And God bless America!"

6.55 Uhr: Obama sichert sich auch den umkämpften Staat Virginia. Auf Virginia entfallen 13 Wahlmännerstimmen. Die Umfragen vor der Wahl waren in keinem anderen Staat so knapp gewesen wie in Virginia.

6.45 Uhr: Unser BZ-Korrespondent Jens Schmitz in Washington meint: Hinter diese Wahl gibt es kein Zurück. Der erste schwarze Präsident der USA wird nicht als gescheitertes Experiment in die Geschichte eingehen; der Hoffnungsträger des Jahres 2009 erhält nach dem Stahlbad der Wirtschaftskrise weitere vier Jahre, um aufgeschobene Versprechen anzugehen (zum Kommentar).

6.32 Uhr: Nach dem Sieg von Obama richten sich alle Augen auf seinen unterlegenen Herausforderer Romney. Der Republikaner lässt sich weiter viel Zeit, seine Niederlage öffentlich einzugestehen. Ist er ein schlechter Verlierer?

6.27 Uhr: "Wir stehen alle zusammen. So haben wir Wahlkampf gemacht und so sind wir. Danke", twittert Obama. Das klingt, als sei dem mächtigsten Mann der Welt ein Stein vom Herzen gefallen.

6.18 Uhr: Obama hat nach Angaben mehrerer TV-Sender auch den Swing State Colorado gewonnen. Damit hätte er auch ohne Ohio die notwendige Mehrheit an Wahlmännerstimmen für eine zweite Amtszeit beisammen.

6.09 Uhr: Die letzten Zahlen interessieren die Anhänger von Obama kaum noch (Fotos). Einige von ihnen sind zum Weißen Haus in Washington gezogen, um dort zu feiern. Manche schwenkten US-Flaggen und Wahlplakate von Obama. Andere fielen einander in die Arme. Einige stießen mit Bierdosen an. Romney-Fans waren dagegen nicht zu sehen.

6.01 Uhr: Mitt Romney erkennt die Wahlniederlage nach einem US-Fernsehbericht noch nicht an. Er habe den Staat Ohio noch nicht verloren gegeben, meldete der Sender NBC. Üblicherweise gestehen die Verlierer bei US-Wahlen ihre Niederlage innerhalb kurzer Zeit ein.

5.47 Uhr: Endgültig ausgezählt sind die Stimmen in Virginia und Colorado noch nicht, aber Barack Obama liegt auch dort vorne.

5.44 Uhr: Wie geht es jetzt weiter? Am 17. Dezember kommen die Wahlmänner und -frauen in den 50 Bundesstaaten und der Hauptstadt Washington zusammen und geben ihre Stimmen in versiegelten Umschlägen ab. Diese werden dann an den Kongress weitergeleitet und am 6. Januar in einer gemeinsamen Sitzung von Repräsentantenhaus und Senat ausgezählt. Am 20. Januar 2013 wird Barack Obama schließlich seinen Eid für eine zweite Amtszeit ablegen.

5.35 Uhr: Alle Welt hat in dieser Nacht über Florida gesprochen. Und nun? Nun ist Florida – sorry, liebe Bewohner des Sonnenstaates – schlichtweg irrelevant. Ebenso wie die Wahlergebnisse aus Virginia, Nevada, Alaska und Colorado. Obama hat mehr als 270 Wahlmänner-Stimmen sicher. Das reicht, auch ohne Florida.

5.32 Uhr: "Das alles ist dank Euch passiert. Danke. Vier weitere Jahre", twittert Obama.


5.20 Uhr:
Obama ist und bleibt Präsident der USA

5.18 Uhr: Ohio geht mit 18 Stimmen an Obama

5.16 Uhr: Missouri geht an Mitt Romney. 10 Stimmen. Die womöglich keine Bedeutung mehr haben.

5.15 Uhr:
Oregon hat – wie erwartet – für Barack Obama gestimmt.

5.12 Uhr: 249 Wahlmänner-Stimmen hat Barack Obama sicher. Das bedeutet: Dem 51-Jährigen fehlen 21 weitere, um im Weißen Haus zu bleiben. Das sollte klappen. Oregon wählt traditionell demokratisch – das sind 7 so-gut-wie-sichere Stimmen. In Colorado liegt er vorn; das wären noch einmal 9. Bekommt er also zudem die Stimmen von Ohio oder Florida, hat er diese Wahl definitiv gewonnen.

5.10 Uhr: Iowa hat nach CNN-Prognose Barack Obama gewählt und beschert dem Amtsinhaber 6 weitere Stimmen im Wahlmänner-Gremium. Obamas Anhänger lassen die ersten Sektkorken knallen.

5.03 Uhr: Wisconsin und North Carolina waren beide sogenannte swing states. Obama oder Romney? Nun, halbe-halbe, wie es so schön heißt: Wisconsin geht an Obama (10) und North Carolina geht an Romney – diese 15 Wahlmännerstimmen konnte bei der vergangenen Wahl 2008 noch der Demokrat für sich holen.

5 Uhr: Kalifornien (55), Hawaii (4) und Washington State (12) gehen erwartungsgemäß an den amtierenden Präsidenten. Herausforderer Romney gewinnt in Idaho und damit 4 Wahlmänner.

4.51 Uhr: Florida, Florida, Florida – wen hat Florida gewählt? Noch immer gibt es kein endgültiges Ergebnis. Aber es gibt weiterhin einen klaren Trend. Und der spricht für Obama. Noch nicht ganz ausgezählt sind nämlich die Landkreise St. Lucie, Broward und Miami-Dade – allesamt großstädtische Regionen im äußersten Süden, in denen viele latinostämmige Wähler wohnen. Bei den Hispanics hat Obama einen guten Stand. Bei Großstädtern sowieso. Und: Obama liegt in jenen Counties, in denen noch gezählt wird, ohnehin schon vorne. Es wäre eine Überraschung, wenn Florida nicht zu einem Obama-Staat wird.

4.49 Uhr: Mitt Romney holt 11 Walmännerstimmen in Arizona. Obama holt 10 in Minnesota. Aktueller Stand (Obama:Romney) liegt bei 172:174.

4.39 Uhr: North Carolina ist ein ebenfalls hart umkämpftes Pflaster. 2008 hatte Barack Obama den Republikanern den Bundesstaat abgeluchst – doch jetzt sieht es so aus, als würde der Demokrat das Rennen dort verlieren. Und damit 15 Wahlmännerstimmen.

4.29 Uhr: In Florida neigt sich das Pendel in Richtung des amtierenden Präsidenten. Trennten die beiden Kandidatern vor kurzer Zeit noch weniger als 100 Stimmen, so liegt Barack Obama mittlerweile um rund 45.000 Stimmen vorn. 13 Prozent der Stimmen des Südstaates müssen allerdings noch ausgezählt werden.

4.28 Uhr: "Losing weight in Kuwait" – der CNN-Pausenfüller entwickelt sich zum Running Gag dieser Wahlnacht.

4.25 Uhr:

Oder mit Fußball-Worten: Romney braucht nen blau-gelben Schwedenlauf, vier Tore in einer Halbzeit und einen Gegner, der einfach keine Lust hat, sich zu bewegen und Gefahr läuft, sich wund zu liegen.

4.06 Uhr: Das Naturwunderland Montana hat für Mitt Romney gestimmt – 3 Wahlmänner-Stimmen gehen an den Republikaner.

4.03 Uhr: Florida steuert direkt auf eine Nachzählung zu – egal, wer heute Nacht die Nase vorn hat. Denn: Wenn weniger als 1 Prozent der Stimmen den Ausschlag gibt, gibt es zwangsläufig einen "Recount". Genau erklärt wird das Procedere in diesem Artikel auf der Homepage der Tampa Bay Times.


4.01 Uhr: Romney holt Utah und damit 5 Stimmen.

4 Uhr: Neuigkeiten aus New Hampshire: 4 Wahlmänner-Simmen gehen an Obama.

3.52 Uhr: John King, CNN-Experte, erklärt die Welt – mit einem ganz besonderen Fokus auf Florida: Dort liegt Barack Obama gerade hauchdünn vorne. 86 Prozent der Stimmen sind ausgezählt. Die 14 Prozent, die noch fehlen, kommen mehrheitlich aus dem Großraum Miami – und der ist traditionell fest in demokratischer Hand. Das würde bedeuten: Obama gewinnt Florida. Und dies wiederum wäre mehr als nur ein Fingerzeig, denn wenn alle Bundesstaaten so abstimmen, wie Wahlforscher es prognostizieren, kann Mitt Romney ohne die Wahlmänner aus Florida nicht US-Präsident werden.

3.42: Einschub aus dem BZ-Rechenzentrum (das, wenn man mal ehrlich ist, in dieser Nacht identisch ist mit der Newsdesk-Besetzung): Die nordamerikanischen und internationalen Statistikseiten haben sich auf aktuell 153 sichere Wahlmänner-Stimmen für Mitt Romney eingependelt, was mit der unten erwähnten Unklarheit bei einer Stimme zu tun hat. Wir schließen uns dieser Auffassung an.

3.33 Uhr: Bevor das Kopf-an-Kopf-Rennen in Florida entschieden wird, ist klar: Wisconsin geht an Barack Obama. Das macht 10 Wahlmänner-Stimmen. Aktueller Stand: 158:153. Spannender geht nicht!

3.31 Uhr: Florida bleibt im Blickpunkt. Momentan führt Mitt Romney um wenige hundert Stimmen – und das nach etwa 7.000.000 ausgezählten Stimmen.


3.29 Uhr: Die CNN-Hochrechnung verbucht 153 Wahlmänner-Stimmen für Romney, andere Medien – darunter die Badische Zeitung – 154. Die Differenz hat damit zu tun, dass CNN bei zwei Bundesstaaten extrem vorsichtig kalkuliert und jeweils eine Wahlmann-Stimme, die nach besonderen Regeln vergeben wird, nicht direkt Mitt Romney anrechnet.

3.20 Uhr: NBC meldet, dass Obama den umkämpften Staat Pennsylvania für sich geholt hat. Das bedeutet: + 20. Und auch New Mexico soll demnach an den Präsidenten gehen, macht 5 Wahlmänner aufs Konto des Demokraten.

3.12 Uhr: "Too close to call" – diese amerikanischen Ausdruck, der eine unprognostizierbar enge Stimmenverteilung umschreibt, werden wir in den kommenden Stunden (und Tagen?) womöglich noch oft hören. Denn: Florida wird wieder zum Krimi. Eine Momentaufnahme der Live-Auszählung bei NBC sah gerade eben Mitt Romney um 26 Stimmen vorne. Um 26 Stimmen!

Die US-Wahl auf Twitter


3.09 Uhr: Michigan galt als "Swing State" – der Erfolg im Staat der US-Autoindustrie ist also ein ganz wichtiger Mosaikstein für Barack Obama.

3 Uhr: Romney gewinnt in Kansas (6), Louisiana (8), Nebraska (5), North Dakota (3), South Dakota (3), Texas (38), Wyoming (3), Obama holt Michigan (16) und New York (29).

2.49 Uhr: Das Problem kennen wir (**seufz**):

2.47 Uhr: Nach der bisherigen Auszählung haben 53 Prozent der Männer Mitt Romney gewählt und 54 Prozent der Frauen Barack Obama. Quelle: CNN.

2.42 Uhr: Einen ganz exakten Blick auf Florida bis auf die Ebene der Countys (= amerikanisches Pendant zu unseren Landkreisen) liefert die New York Times hier – Auszählung in Echtzeit.

2.41 Uhr: Massachusetts ist der Staat, in dem Mitt Romney früher Gouverneur war – trotzdem aber wurde hier Barack Obama gewählt. Oder gerade deswegen?


2.33 Uhr: Anmerkung aus dem BZ-Rechenzentrum: Bei den 14 Wahlmänner-Stimmen aus New Jersey hat sich bisher nur Fox News fest auf Barack Obama festgelegt; CNN wagt noch keine sichere Prognose. Wir belassen die Zahl trotzdem in unserer Grafik im Kopf dieses Livetickers – vorerst?

2.30 Uhr: Neue Hochrechnungen für Arkansas (CNN) und New Jersey (Fox News): Arkansas färbt sich demnach Romney-Rot, New Jersey Obama-Blau.

2.27 Uhr: Der US-Fernsehsender NBC legt sich mit Blick auf Tennessee, Alabama und Mississippi fest. Die drei Südstaaten mit ihren 15, 9 und 5 Wahlmänner-Stimmen sind demnach fest in Romneys Hand. Damit kommt der 65-Jährige nun auf 86 Stimmen.

2.15 Uhr: Staaten wie Georgia und Connecticut liefern keine Überraschungen – und eigentlich auch keine wegweisenden Erkenntnisse, denn in ihnen setzten sich jeweils die klaren Favoriten durch. Doch wie sieht es in den "Swing States" Ohio und Florida aus? In Ohio sind zur Stunde 13 Prozent der Stimmen ausgezählt und Obama hat die Nase vorn. In Florida sind 57 Prozent der Stimmen ausgezählt – und in Führung liegt, denkbar knapp mit 51 Prozent, Mitt Romney.

2.12 Uhr: Die Jungs und Mädels von Fox-News sind echt fix dabei, die Wahlmänner einem der Kandidaten zuzuschlagen. Die Kollegen von CNN sind da ein bisschen langsamer – und vorsichtiger, weil die Hochrechnung noch nicht valide ist?



2.02 Uhr: Jetzt wird ausgezählt. Connecticut (7 Wahlmänner-Stimmen), Delaware (3), Massachusetts (11), Rhode Island (4), Maine (4), Illinois (20), Washington D.C. (3), Maryland (10) – all diese Staaten votieren für den amtierenden Präsidenten. Oklahoma (7) und Georgia (16) gehen an den Herausforderer. Spielstand: 64:56 für Barack Obama. "Jetzt könnte er abpfeifen", flüstert ein fußball-affiner Kollege aus Ewattingen.

1.51 Uhr: 35 Prozent der Stimmen in Florida sind laut Fox News ausgezählt – in Führung liegt demnach Barack Obama.

1.49 Uhr: Gemma twittert: "Ich kann nicht verstehen, wie Frauen für Romney stimmen können. Oder irgendjemand mit einer Frau. Oder einer Tochter. Oder einer Mutter."

1.41: South Carolina geht an Mitt Romney, meldet CNN und beruft sich auf glasklare Hochrechnungen (die sich allerdings von den real ausgezählten Stimmen unterscheiden). Das bedeutet: 9 weitere "Electoral Votes" für den konservativen Kandidaten. 33:3 für Romney.

1.36 Uhr: Ganz despektierlich könnte man sagen: Das Szenario erinnert an "Schlag den Raab". Dort geht auch immer jemand haushoch in Führung – aber die ganz dicken Punktzahlen werden erst am Ende vergeben. Deshalb eine kleine Beruhigungspille für alle Obama-Fans: Momentan führt Mitt Romney zwar mit 24:3, aber allein der Staat Kalifornien wird Barack Obama satte 55 Stimmen bringen. Versprochen.

1.30 Uhr: West Virginia geht an Mitt Romney – das macht 4 Wählerstimmen für den Republikaner. Der Abstand zwischen den beiden Kontrahenten wird größer. Allerdings ist dieses Ergebnis nicht überraschend: Schon John McCain hatte den Staat 2008 für sich gewinnen können.

1.22 Uhr: Florida war bei US-Wahlen schon häufig ein entscheidender Bundesstaat – wer erinnert sich nicht mehr an das enge Rennen mitsamt "Recount" zwischen Bush und Gore im Jahr 2000? Auch jetzt ist es spannend. 50/50 Prozent meldet CNN, von 50/49 Prozent für Romney spricht Fox News. Aber, aber, aber: Ausgezählt sind noch keine 10 Prozent der Wählerstimmen in Florida.

1.19 Uhr: Der Romney-Sieg in Indiana kommt nicht überraschend – aber vor vier Jahren war es Barack Obama, der in dem Staat im Herzen der USA die meisten Stimmen gesammelt hat.

1.17: Der US-Fernsehsender Fox News gilt, nunja, nicht gerade als eine Bastion links-alternativer Redakteure. Das zeigt sich auch in der aktuellen Schlagzeile der Homepage: "Kentucky, Indiana to Mitt; Vermont to Obama", heißt es da. Die Verwendung von Vor- und Nachnamen verrät manchmal eine gewisse Sympathie.

1.06: Indiana geht an Mitt Romney. 11 weitere Wahlmänner. 19:3 steht es. Benötigt werden allerdings 270 Wahlmänner-Stimmen, um Präsident zu werden. Da ist noch Luft nach oben.

1.03 Uhr: In allen anderen Bundesstaaten, deren Wahllokale gerade geschlossen haben, ist noch keine Vorhersage möglich.

1.01: Die ersten Hochrechnungen sind keine Überraschung: Die 3 Wahlmänner-Stimmen aus dem oft als "grün" bezeichneten Vermont gehen an Barack Obama, während Kentucky für Mitt Romney gestimmt hat – damit steht es momentan 8:3 für den Herausforderer.

0.46 Uhr: Für seine große Liebe hat John Goldwater die Vereinigten Staaten verlassen und ist nach Dogern im Landkreis Waldshut gezogen. Wie verfolgt er die Wahl in seiner Heimat?

0.44 Uhr: Was sind eigentlich Wahlmänner? Dieser BZ-Artikel klärt in aller Kürze die wichtigsten Fragen zur Wahlnacht.

0.40 Uhr: In 20 Minuten schließen die Wahllokale in Virginia und in Teilen von Florida – also in zwei der umkämpften Staaten, auf die in dieser Nacht die ganze Welt blickt.Die Wahl endet außerdem in Vermont – hier kann Obama fest mit einer Mehrheit rechnen – und in Staaten Georgia und South Carolina, die Mitt Romney zufallen dürften.

0.30: "Losing weight in Kuwait": Zumindest die Programmhinweise auf dem internationalen CNN-Kanal – der ja ein anderer ist als CNN USA – drehen sich noch nicht um die Präsidentschaftswahl.

0:21 Uhr: Kein Fernseher in Reichweite? Macht nix! In Kooperation mit dem Schweizer Unternehmen Zattoo, einem Anbieter von Live-TV im Internet, zeigt badische-zeitung.de das Fernsehbild von CNN als Livestream.

0.12 Uhr: Die ersten Zahlen liegen vor. In ländlichen Regionen von Kentucky und Indiana liegt Mitt Romney vorne, um ein paar Tausend Stimmen. Was sagt das über den Ausgang der Wahl? Nichts!

0.09: Ungeduldig? Was sollen da erst die Wähler im Bundesstaat Tennessee sagen? In einigen Landkreisen mussten sie mehr als zwei Stunden lang anstehen, um ihre Stimme abzugeben – berichtet die Zeitung The Tennessean.

0.01 Uhr: Noch 59 Minuten, dann gehen die ersten Hochrechnungen um die Welt. Diese werden sich vorerst auf einige der sogenanntenn "Battleground States" konzentrieren, also auf die am härtesten umkämpften Bundesstaaten.

23.53 Uhr: CNN zählt den Countdown runter wie beim Start einer Mondrakete. In einer Stunde und wenigen Minuten gibt’s den ersten, vagen, zaghaften Trend.

23.50 Uhr: Nach 17 Monaten Wahlschlacht wählen die USA ihren Präsidenten. Der demokratische Amtsinhaber Barack Obama geht mit leichtem Vorsprung in den meisten Meinungsumfragen in die Entscheidung. Sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney kann sich dennoch Chancen ausrechnen, da die Erhebungen äußerst knapp waren. Beide Kandidaten bereiteten sich daher nach Medienberichten auch auf eine lange Wahlnacht und auf einen möglichen langwierigen Streit um Abstimmungsergebnisse vor (Fotos).

Mit dem Ergebnis wird frühestens am Mittwochmorgen gerechnet. Entscheidend ist, wie sich die Kandidaten in den sogenannten Swing States mit ihren Wechselwählern schlagen. Hier sehen die Meinungsforscher Obama im Vorteil, während der Demokrat und der Republikaner US-weit gleichauf lagen. Nach dem US-Wahlrecht entscheiden aber die Siege in den einzelnen Staaten darüber, wer Präsident wird. Daher gilt es auch als möglich, dass Romney national die meisten Stimmen erhält, aber trotzdem die Wahl verliert.

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