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04. April 2009 13:35 Uhr

Nato-Gipfel

Türkei blockiert Einigung auf neuen Generalsekretär

Barack Obama beißt auf Granit: Die Türkei hat auch am zweiten Tag des Nato-Gipfels eine Einigung auf Anders Fogh Rasmussen als neuen Generalsekretär des Bündnisses blockiert.

Türkische Diplomaten sagten, Staatspräsident Abdullah Gül habe auch nach einem gut halbstündigen Gespräch mit US-Präsident Barack Obama ein Einlenken abgelehnt. Die Suche nach einem neuen Nato-Generalsekretär müsse nach dem Gipfel fortgesetzt werden.

27 der 28 Nato-Regierungen hatten sich nach Angaben von Diplomaten darauf verständigt, den dänischen Regierungschef Rasmussen zum Nachfolger des Niederländers Jaap de Hoop Scheffer zu ernennen. Dessen Amtszeit endet am 31. Juli. Gül verweigerte ebenso wie der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan seine Zustimmung. Die Türkei wirft Rasmussen vor allem vor, nichts gegen den in Dänemark beheimateten kurdischen Fernsehsender Roj-TV unternommen zu haben. Zudem habe Rasmussen auch im Streit um Karikaturen über den Propheten Mohammed in dänischen Zeitungen kein Verständnis für die Kritik islamischer Staaten gezeigt.

Der Nato-Generalsekretär kann nur im Konsens aller Verbündeten ernannt werden.

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Autor: dpa