Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
12. März 2010
Ärzte für Zwangsrabatte
FDP-Politiker kritisieren Rösler.
BERLIN (dpa/AFP). Die Pläne von Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) zur Senkung der Arzneimittelkosten haben bei Krankenkassen und Ärzten ein grundsätzlich positives Echo gefunden. Einwände wurden aber im Detail laut. "Es ist gut, dass der Minister an die Pharmakosten ran will. Die konkrete Umsetzung muss man sich dabei aber genau anschauen", sagte die Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, Doris Pfeiffer, am Donnerstag in Berlin.
Bedenken wurden allerdings in den eigenen Reihen laut, vor allem von FDP-Landesministern, die freiwillige Regelungen statt Zwangsrabatte forderten. So äußerte Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) grundsätzliche Unterstützung für die Pläne. "Dabei würde ich allerdings freiwilligen Regelungen den Vorrang vor Zwangsrabatten geben", sagte Zeil. Sein saarländischer Kollege Christoph Hartmann (FDP) kritisierte ebenfalls die "Hersteller-Zwangsrabatte". Rösler will das Preisdiktat der Pharmaindustrie für neue Medikamente brechen, um die Kostenexplosion im Gesundheitswesen zu stoppen. Helfen sollen dabei auch Zwangsrabatte und Preismoratorien.
Werbung
Autor: afp
