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29. Juni 2012 21:35 Uhr

Haushalt

Bundestag stimmt Fiskalpakt mit zwei Drittel-Mehrheit zu

Der Bundestag hat den europäischen Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin gebilligt. Er verabschiedete ihn mit Zweidrittel-Mehrheit.

  1. Abstimmung im Bundestag. Foto: dpa

Bei 608 abgegebenen Stimmen votierten 491 Abgeordnete mit Ja, 111 votierten dagegen, 6 enthielten sich. Mit einigen Ausnahmen stimmten sowohl die Koalitionsfraktionen von Union und FDP wie auch die Oppositionsfraktionen von SPD und Grünen für den Pakt. Die Linksfraktion stimmte dagegen.

Wegen Eingriffen in Souveränitätsrechte war eine Zweidrittel-Mehrheit nötig. Mit dem Fiskalpakt verpflichten sich die EU-Staaten mit Ausnahme Großbritanniens und Tschechiens, für ausgeglichene Haushalte zu sorgen. Staaten können bei zu hoher Neuverschuldung auf Strafzahlungen verklagt werden.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hofft mit dem Instrument auf ein Ende der Schuldenpolitik, die mehrere Euro-Staaten an den Rand der Pleite getrieben hat. Da er aber verfassungsrechtliche Fragen berührt, hat das letzte Wort das Bundesverfassungsgericht. Mehrere Klagen dagegen sind bereits im Vorfeld angekündigt worden.

Der Bund hatte den Bundesländern zugesichert, etwaige Strafzahlungen für sie zu übernehmen. SPD und Grüne hatten ihre Zustimmung erst zugesichert, nachdem sich Union und FDP zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer bereiterklärt hatten. Zudem soll es ein Milliardenprogramm für Wachstumsimpulse geben. SPD und Grüne argumentieren, mit Sparen allein sei die Krise nicht zu lösen.

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Autor: dpa


1 Kommentar

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Heiner Dubois

Registriert seit: 04.08.2011

Kommentare: 189

29. Juni 2012 - 21:41 Uhr

Link zur Teilnahme an der Klage gegen ESM und Fiskalpakt:
http://verfassungsbeschwerde.eu/home.html

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