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04. Februar 2012
Firmensteuer mit Frankreich harmonisieren
Merkel wird in Paris erwartet.
BERLIN (dpa). Frankreich und Deutschland wollen bei ihrem Gipfel an diesem Montag konkrete Vorschläge für eine stärker abgestimmte Besteuerung von Unternehmen vorlegen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Präsident Nicolas Sarkozy würden dazu voraussichtlich ein "Grünbuch" vorlegen, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums am Freitag in Berlin.
Beide Länder hatten im vergangenen Jahr angekündigt, dass sie in dem jahrelangen EU-Streit über eine Harmonisierung vorangehen und schon 2013 eine einheitliche Körperschaftsteuer auf den Weg bringen wollen. Die Bemessungsgrundlage und der Steuersatz sollen angeglichen werden. In Frankreich ist der Steuersatz bisher höher, die Berechnungsgrundlage beziehungsweise Steuerbasis aber kleiner. Unterm Strich ist die Belastung der Unternehmen in Frankreich aber höher. Bei einer Harmonisierung der Körperschaftssteuer wäre nur ein Teil der Steuerlast betroffen. Schließlich gibt es noch die Gewerbesteuer.
Erwartet wird, dass Merkel und Sarkozy in Paris auch über die dramatische Lage in Griechenland und die weiteren Schritte in der Schuldenkrise beraten werden. Am Gipfel in Paris nehmen auf deutscher Seite acht Minister teil. Für Aufregung sorgt in Paris, dass Merkel sich gleich mehrfach in den französischen Wahlkampf einschalten will und den in Umfragen abgeschlagenen Präsidenten Nicolas Sarkozy ungewöhnlich kräftig unterstützt. So tritt die Kanzlerin am Montag mit Sarkozy erstmals im Fernsehen auf: Gemeinsam geben sie ein Interview, das am Abend in Deutschland und Frankreich ausgestrahlt werden soll. Sarkozy hatte erst am vergangenen Sonntag vor mehr als 16 Millionen Zuschauern seine Reformpläne für Frankreich vorgestellt und dabei das "deutsche Modell" als Vorbild gepriesen.
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Autor: afp
