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16. März 2010
Gorleben – neu erforscht
Umweltminister Röttgen sucht ein Endlager für Atommüll.
BERLIN (AFP/dpa). Nach zehn Jahren Pause soll die Erkundung des Salzstocks Gorleben als Endlager für hochradioaktiven Atommüll wieder aufgenommen werden. Wie Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) am Montag mitteilte, wird sein Ministerium noch in diesem Monat die Verlängerung des bergrechtlichen Rahmenbetriebsplans aus dem Jahr 1983 beantragen. Gorleben solle in einem offenen Verfahren bei voller Bürgerbeteiligung vorrangig erkundet werden. Mit einer Inbetriebnahme rechnet Röttgen in 20 bis 25 Jahren.
Nach seinen Angaben soll die Erkundung von Gorleben als Endlager-Standort bis 2017 abgeschlossen werden. Je nach Ergebnis solle dann ein atomrechtliches Zulassungsverfahren für das eigentliche Endlager eingeleitet werden. Zuzüglich der Bauzeit stünde das Lager frühestens 2030 zur Verfügung. Röttgen bezeichnete die bergrechtliche Erkundung ebenso wie ein atomrechtliches Verfahren als ergebnisoffen. Das gelte auch für Standortalternativen. Sein Ministerium wolle die wissenschaftliche Forschung auch über alternative Lagerstätten weiter voranbringen. Dabei soll es aber anscheinend nur um die Prüfung geologischer Formationen wie Ton oder Granit an sich gehen, nicht um eine Erforschung konkreter Alternativstandorte.
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Politiker von SPD und Grünen sowie Umweltschützer kritisierten die Entscheidung heftig. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg warf dem Minister vor, er ignoriere schwerwiegende fachliche Einwände gegen Gorleben.
Autor: dpa
