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02. Februar 2012
GSG 9 verhaftet mutmaßlichen Terrorhelfer
Waffe für Zwickauer Zelle.
KARLSRUHE (dpa). Beamte des Spezialkommandos GSG 9 haben in Düsseldorf einen fünften mutmaßlichen Helfer der rechtsextremen Zwickauer Terrorzelle festgenommen. Der 31-jährige Carsten S. soll den Terroristen eine Schusswaffe und Munition verschafft haben. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm Beihilfe zu sechs Morden und einem Mordversuch vor. Damit befinden sich fünf Verdächtige aus dem Umfeld der Terrorzelle in Untersuchungshaft.
Carsten S. soll 2001 oder 2002 in Jena eine Waffe und Munition gekauft haben, die über Mittelsmänner zu den untergetauchten Terroristen gebracht wurden. Dabei habe er es billigend in Kauf genommen, dass die Waffe für rechtsextremistische Morde verwendet werden könnte, erklärte die Bundesanwaltschaft. Bislang ist allerdings ungeklärt, ob die Waffe tatsächlich bei den Morden des Terrortrios zum Einsatz kam. Carsten S. wurde dem Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof vorgeführt, seine Wohnung in Düsseldorf durchsucht.
Nach den Erkenntnissen der Ermittler war Carsten S. in den Jahren 1999 und 2000 im rechtsextremistischen "Thüringer Heimatschutz" aktiv – wie zuvor schon die drei Mitglieder der Zwickauer Zelle. Laut Verfassungsschutz wurde er im Juli 2000 zum stellvertretenden Vorsitzenden der Jungen Nationaldemokraten Thüringens gewählt. 2000 habe sich Carsten S. nach eigenen Angaben aus der rechten Szene verabschiedet. Die Bundesanwaltschaft dagegen sagt, er habe bis 2003 Kontakte in rechtsradikale Kreise unterhalten.
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Autor: dpa
