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dpa

Von dpa

Do, 17. Mai 2018

Deutschland

BND hatte wohl Probe — Schwarzarbeit?

GIFT NOWITSCHOK

BND hatte wohl Probe

Seit zwei Monaten rätseln Ermittler, wer den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter mit dem Kampfstoff Nowitschok in England vergiftet hat. Weil die Substanz einst in der Sowjetunion entwickelt wurde, richten sich die Vorwürfe des Westens gegen Russland. Nun wollen Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR gemeinsam mit der Zeit herausgefunden haben, dass sich auch die Bundesrepublik Mitte der 90er Jahren eine Probe des Nervengifts verschafft habe. Der Auslandsgeheimdienst BND sei durch einen Überläufer aus Russland an den gefährlichen chemischen Kampfstoff gekommen. Auch die Bundeswehr sei in den Vorgang eingebunden gewesen, berichten die Medien unter Berufung auf Personen, die an der Entscheidung beteiligt gewesen seien.

DEUTSCHE BOTSCHAFT

Schwarzarbeit?

Deutschland hat vor einem französischen Arbeitsgericht Barzahlungen an Mitarbeiter in der Residenz des deutschen Botschafters in Paris eingeräumt. Die Anwältin der Bundesrepublik, Cathy Noll, sprach von "geringen Summen", die an Personal gezahlt worden seien, das bei Abendveranstaltungen im Einsatz war. Der Anwalt eines Ex-Mitarbeiters, der gegen seine Entlassung geklagt hat, warf Deutschland deswegen ein "System der Schwarzarbeit" vor.