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30. Juli 2010

Rücktritt von OB gefordert

Proteste nach Loveparade.

DUISBURG (dpa). Der Druck auf Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) steigt. Fünf Tage nach der Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten häufen sich die Rücktrittsforderungen an die Adresse des Stadtoberhauptes. Der seit Tagen abgetauchte Sauerland betont, er habe keine Genehmigungen für die Parade unterschrieben. Politiker forderten ihn auf, Verantwortung zu übernehmen. Vor dem Duisburger Rathaus verlangten 250 aufgebrachte Demonstranten am Donnerstag lautstark Sauerlands Rücktritt.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hatte in der Rheinischen Post gefordert, der Oberbürgermeister und die Verantwortlichen in der Stadtspitze sollten sich der politischen Verantwortung stellen. Ähnlich äußerte sich auch Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD). Der Deutsche Beamtenbund forderte personelle, disziplinarische und politische Konsequenzen aus dem tragischen Verlauf der Technoparty. Der Beamtenbund geht davon aus, dass Mitarbeiter der Duisburger Stadtverwaltung während des Genehmigungsverfahrens "systematisch unter Druck gesetzt worden sind".

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In der Massenpanik bei der Loveparade kamen am vergangenen Samstag 21 zumeist junge Menschen ums Leben. 25 Verletzte lagen am Donnerstag noch im Krankenhaus. Die Ermittlungen zur Katastrophe werden nach Einschätzung der Polizei sehr lange dauern. "Es sind ja tausende von Informationen auszuwerten, und jeden Tag kommen neue hinzu", sagte eine Sprecherin der Polizei in Köln. Dort ist die Ermittlungsgruppe zur Aufklärung des Unglücks angesiedelt.

Autor: dpa