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11. März 2010
Streit um Entschädigung bei Missbrauch
Neue Fälle gemeldet.
HAMBURG/FREIBURG (dpa/kli). Nach den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche gewinnt die Auseinandersetzung um eine mögliche Entschädigung der Opfer an Schärfe. Der deutsche Kurienkardinal Walter Kasper widersprach einem Bericht, wonach er sich dafür ausgesprochen habe. Die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) warf Kasper vor, sie habe einen "völlig falschen Zungenschlag" in die Debatte gebracht und sie kenne das Kirchenrecht nicht. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, reiste unterdessen nach Rom. Dort will er am Freitag Papst Benedikt XVI. treffen, um mit ihm über das Vorgehen im Missbrauchsskandal zu beraten.
Auch am Mittwoch wurden frühere Missbrauchs- oder Verdachtsfälle bekannt. So sollen in einem ehemaligen Internat des Bistums Mainz im hessischen Bensheim in den 60er und 70er Jahren Schüler sexuell missbraucht worden sein. Der Erzdiözese Freiburg sind in den vergangenen Wochen mehrere Fälle sexuellen Missbrauchs in katholischen Einrichtungen gemeldet worden. Dabei handele es sich um Vorfälle aus den Jahren 1950 bis 1980, teilte Pressesprecher Robert Eberle mit. "Wir gehen jedem einzelnen Fall nach, sprechen mit den Opfern, bieten Hilfe an und ziehen die erforderlichen Konsequenzen", betonte er.
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Autor: bz
