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02. Februar 2012

Umstrittene Urlaube waren offenbar bekannt

Wulff weiter in der Kritik.

BERLIN (dpa). Dem Bundespräsidialamt waren Urlaube des damaligen Sprechers von Christian Wulff, Olaf Glaeseker, bei dem umstrittenen Partymanager Manfred Schmidt nach einem Stern-Bericht schon im Sommer 2010 bekannt. Glaeseker habe die Urlaubseinladungen damals auch amtsintern bestätigt und als rein privat bezeichnet. Der frühere langjährige Vertraute Wulffs schweigt auch gegenüber dem Präsidialamt weiterhin zu den Bestechlichkeitsvorwürfen gegen ihn.

Die Generalstaatsanwaltschaft Celle wird frühestens in einem Monat entscheiden, ob sie Ermittlungen gegen Wulff für nötig hält. Derzeit überprüft die Celler Justiz Beschwerden gegen die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Hannover, die bisher keine Notwendigkeit für ein Ermittlungsverfahren gegen Wulff sieht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hannover liegen sieben Beschwerden von Bürgern vor. Diese beklagen, dass noch keine Ermittlungen wegen möglicher Vorteilsnahme eingeleitet wurden.

Vergangene Woche hatte die Staatsanwaltschaft Glaesekers Arbeitsraum im Präsidialamt durchsucht. Die Behörde ermittelt im Zusammenhang mit der von Schmidt organisierten Lobby-Veranstaltung Nord-Süd-Dialog in Niedersachsen wegen des Verdachts der Bestechlichkeit gegen Glaeseker. Es wird geprüft, ob er als niedersächsischer Regierungssprecher unter dem damaligen Ministerpräsidenten Wulff den Veranstaltungs-Manager gefällig gefördert hat. Gegen Schmidt wird wegen Verdachts der Bestechung ermittelt. Dabei geht es auch um die Urlaube Glaesekers in Immobilien von Schmidt.

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Autor: dpa