Vorrang für Fußgänger

Hannes Koch

Von Hannes Koch

Fr, 12. Oktober 2018

Deutschland

Umweltbundesamt will Todesfälle senken.

BERLIN (hko). Noch immer kann Zufußgehen in deutschen Städten und Dörfern gefährlich sein. Mehr als 500 Fußgänger wurden 2015 getötet. So dürfe es nicht weitergehen, erklärte Maria Krautzberger, die Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA). Bis 2030 sollen diese Todesfälle um 20 Prozent sinken. Das steht in den Grundzügen einer bundesweiten Fußverkehrsstrategie, die das UBA mit der Bundesregierung und den Landesregierungen diskutieren will. Gut ein Fünftel aller Wege legen die Bundesbürger heute durchschnittlich zu Fuß zurück. Oft nimmt die Verkehrsplanung zu wenig Rücksicht auf Fußgänger. Ampelschaltungen und Übergänge sind gefährlich, Straßen breit, Gehwege schmal. Das UBA rät zu einem "Rückbau der autogerechten Stadt, um den öffentlichen Raum für Geher attraktiver zu machen." Als Beispiele werden die Einführung der Regelgeschwindigkeit Tempo 30 innerorts und die Festlegung baulicher Mindeststandards für Fußwege genannt.