Warnstreiks im öffentlichen Dienst drohen

dpa

Von dpa

Di, 22. Januar 2019

Deutschland

Tarifverhandlungen gestartet.

BERLIN (dpa). Nach dem ergebnislosen Auftakt der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder drohen Warnstreiks. Die Beschäftigten würden zu dezentralen Aktionen aufgerufen, teilten die Gewerkschaft Verdi und der Beamtenbund dbb am Montag in Berlin mit. Als wahrscheinlich galt, dass noch ab Januar Kitas in den Stadtstaaten bestreikt werden aber auch manche Universitätskliniken und Behörden. Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Verhandelt wird für eine Million Tarifbeschäftigte der Länder. Übertragen werden soll der Abschluss auf 2,3 Millionen Beamte und Versorgungsempfänger. "Wir reden im Moment über 17,1 Milliarden, die erstmal noch im Säckel da sind zum Verteilen", sagte dbb-Chef Ulrich Silberbach. So hoch seien die Steuerüberschüsse der Länder. Die Gewerkschaftsforderungen kosteten 6,4 Milliarden Euro. Die Länder lehnten die Forderungen als überzogen ab. Die Gewerkschaften warfen den Arbeitgebern vor, kein Angebot vorgelegt zu haben. Beide Seiten wollen am 6. und 7. Februar und 28. Februar und 1. März erneut zusammenkommen.