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13. Oktober 2017 00:00 Uhr

Gesundheitsministerium

Zusatzbeitrag der Kassen könnte sinken

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag, den mehr als 50 Millionen Versicherte an ihre Krankenkasse zahlen, könnte nächstes Jahr leicht auf 1,0 Prozent sinken.

  1. Herrmann Gröhe Foto: dpa

So sieht es jedenfalls Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), während der Spitzenverband der Krankenkassen keinen Spielraum für eine Senkung ausmacht.

Gröhe meint, dass der Gesundheitsfonds kommendes Jahr Ausgaben von 236,2 Milliarden Euro aufbringen muss, der Kassenverband rechnet mit 237,3 Milliarden Euro. Rein rechnerisch macht Gröhes Prognose eine Senkung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags um 0,1 Prozentpunkte auf dann 1,0 Prozent möglich.

Ob er den Extra-Obolus entsprechend senkt, ließ Gröhe am Donnerstag offen. Darüber wird er spätestens am 1. November Auskunft geben. Unverändert bleibt im kommenden Jahr jedenfalls der Beitrag, den sich die gesetzlich Krankenversicherten und ihre Arbeitgeber teilen. Er beträgt 14,6 Prozent von Lohn oder Gehalt. Aus eigener Tasche müssen die meisten Versicherten dazu noch den Zusatzbeitrag drauflegen. Wie hoch er ausfällt, entscheidet jede der 112 Kassen selbst. Viele nehmen exakt den Wert des Durchschnittssatzes. Die AOK Baden-Württemberg und die Techniker-Krankenkasse bleiben aktuell mit 1,0 Prozent leicht unter dem derzeitigen Durchschnittswert (1,1 Prozent), während die DAK mit 1,5 Prozent darüber liegt.

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Welche Kasse nächstes Jahr welche Extraabgabe nimmt, ist aber nur die eine Frage. Zudem geht es darum, ob die künftige Bundesregierung an diesem Instrument festhalten will. Zwar ist die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung derzeit ausgesprochen gut. Niemand weiß aber, wie lange das so bleibt. Immerhin hat die Große Koalition milliardenschwere Ausgabensteigerungen im Gesundheitswesen beschlossen, die teilweise erst in den kommenden zu Buche schlagen werden. Höhere Kosten müssen mit dem Zusatzbeitrag aber allein die Versicherten aufbringen.

Autor: Bernhard Walker