Zwei Millionen Menschen mehr im Land

dpa

Von dpa

Mi, 14. März 2018

Deutschland

Folge der Zuwanderung seit 2015.

WIESBADEN/BERLIN (dpa). Deutschlands Bevölkerung ist durch Flüchtlinge und andere Zuwanderer seit Anfang 2015 um rund zwei Millionen Menschen gewachsen. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, stellten die Rumänen mit 222 300 Menschen unter den Zugezogenen 2016 – dem letzten Jahr, für das belastbare Zahlen vorliegen – die größte Gruppe. Im gleichen Zeitraum kamen rund 179 000 Syrer und 161 000 Polen nach Deutschland.

Die viertgrößte Gruppe waren 146 000 Deutsche – entweder Spätaussiedler oder aus dem Ausland zurückkehrende Deutsche. Unter denjenigen, die Deutschland 2016 vorübergehend oder dauerhaft verließen, stellten die Deutschen die größte Gruppe (281 411 Menschen). Auch 162 209 Rumänen und 133 803 Polen kehrten Deutschland den Rücken. Aus der Türkei kamen im gleichen Zeitraum 28 639 Menschen. 24 678 türkische Staatsbürger verließen Deutschland. Seit Anfang 2016 hat die Zahl der Asylbewerber aus der Türkei zugenommen. Auch 33 612 Syrer zogen 2016 fort aus Deutschland. Die meisten von ihnen dürften nicht in ihre Heimatländer zurückgekehrt sein, sondern weitergezogen sein.

2016 lebten in Deutschland 82,5 Millionen Menschen

Den Angaben zufolge stieg die Einwohnerzahl 2016 durch Zuwanderung um insgesamt 500 000 Menschen. 2015 hatte der Wanderungsüberschuss mit rund 1,13 Millionen Menschen noch deutlich höher gelegen. Für 2017 wird der Wanderungssaldo auf mindestens 450 000 Menschen geschätzt. Ende 2016 lebten in Deutschland 82,5 Millionen Menschen. Demnach waren 2016 mehr als 1,8 Millionen Menschen nach Deutschland gezogen, davon mehr als 1,7 Millionen Menschen mit einem ausländischen Pass. Im gleichen Jahr verließen mehr als 1,3 Millionen Menschen Deutschland.

Die Schließung der Balkanroute im Frühjahr 2016 dürfte auch in den Migrationszahlen Spuren hinterlassen haben. Zwar machten Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und dem Irak erneut den größten Teil der Migranten aus, die in höherer Zahl zu- als abwanderten. Die Zahl der Syrer, die netto hinzukamen, war mit 146 000 niedriger als im Vorjahr.