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21. Juli 2010 00:29 Uhr

Auftritt in Emmendingen

Amy Macdonald im BZ-Interview: "Man gibt mehr Energie"

"This Is The Life" heißt ihr größter Hit – doch Amy Macdonald hat auch andere, rockigere Seiten. Diese wird die schottische Sängerin sicher bei ihrem Konzert in Emmendingen auspacken, vor dem sie die Fragen der BZ beantwortete.

  1. Amy Macdonald bei „Wetten dass...?“ Foto: dpa

Amy Macdonald ist eine Sängerin, die viel unterwegs ist. Den Erfolg, den sie mit ihrem sanften ersten Album "This Is the Life" und dem gleichnamigen Song hatte, kostet sie auf ausgedehnten Tourneen aus. Am Samstag kommt die Schottin zum "I EM Music"-Festival in Emmendingen. Als Thomas Steiner im Vorfeld mit ihr telefonierte, war sie in London, um beim I-Tunes-Festival aufzutreten.

BZ: Amy Macdonald, Sie müssen bald auf die Bühne, haben Sie Lampenfieber?
Amy Macdonald: Nein, ich werde nicht nervös vor einem Auftritt. Ich genieße das Live-Spielen so sehr, es ist aufregend für mich.
BZ: Das Konzert in Emmendingen wird schon Ihr 32. Auftritt in diesem Jahr. Macht das wirklich noch Spaß?

Macdonald: 32 ist eine kleine Zahl, ich habe ja schon so viele Konzerte gegeben. Und das ist es auch, warum ich Musik mache. Es ist schön, so viele verschiedene Konzerte an verschiedenen Orten zu geben vor so vielen verschiedenen Leuten.

BZ: Gibt es einen Moment den Sie in Ihren Konzerten am liebsten mögen?

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Macdonald: Ich mag das Ganze, aber vor allem die Mitte des Sets, wenn alles richtig zusammenkommt. Und die Zugaben, wenn die Leute noch mehr jubeln.

"Das ist ja normal, dass die Musik auf der Bühne rockiger wird als im Studio." Amy Macdonald
BZ: Gibt es auch Momente, in denen Sie "This Is the Life" nicht mehr singen mögen?
Macdonald: Nein, gar nicht. Ich bin stolz auf dieses Lied und was es mir gebracht hat. Und es ist schön, die Leute im Publikum darauf reagieren zu sehen, sie zum Mitsingen zu bringen. Sie freuen sich, sie lächeln, das Lied kommt bei ihnen an, und das macht mich glücklich.

BZ: Sie sind selber also auch glücklich auf der Bühne?
Macdonald: Auf jeden Fall!

BZ: Ihr zweites Album "A Curious Thing" klingt um einiges rockiger als Ihr Debüt. Hat das mit Ihren Auftritten zu tun?
Macdonald: Ja. Vor dem ersten Album war ich nie auf Tour gewesen, ich hatte niemals eine Band gehabt, es waren nur ich und eine Gitarre. Das zweite Album habe ich auf Tour geschrieben, zwischen den Auftritten mit der Band. Die Live-Energie ist mit eingeflossen.

BZ: Spielen Sie auch die Songs vom ersten Album auf der Bühne rockiger?
Macdonald: Das ist ja normal, dass die Musik auf der Bühne lebendiger und rockiger wird als bei den Studioaufnahmen. Man gibt mehr Energie in den Gesang und auch in die Gitarren.

BZ: Sie kommen mit vier Musikern, wie wichtig ist die Beziehung zwischen Sängerin und Band?
Macdonald: Sehr wichtig. Mit meinen Musikern bin ich sehr glücklich, es macht Spaß, wenn wir touren.

BZ: Auf Ihrer Homepage erzählen Sie, dass Sie mit der Band hinter der Bühne auch mal Reggae-Versionen Ihrer Songs spielen. Das macht neugierig: Könnten Sie das nicht auch mal auf der Bühne machen?
Macdonald: Nein, die hören sich schrecklich an! Es ist ein Witz, und ich glaube, es ist besser, wenn er unter uns bleibt.

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Autor: Thomas Steiner