30. März 2009

Archäologie unter der Wiese

| Foto: Privat
SULZBURG. Unter dem Titel "Archäologie unter der Obstwiese" findet am Dienstag, 31. März, um 19.30 Uhr im Rathaus in Sulzburg eine Buchvorstellung statt. "Die mittelalterliche Bergbaubevölkerung des 12. Jahrhunderts von Sulzburg. Anthropologische und archäometrische Studien" heißt der Titel.

In dem Band, der jetzt im Ratssaal des ehemaligen Residenzstädtchens vorgestellt wird, sind die Ergebnisse der anthropologischen Wissenschaft vorgelegt, die die Skelette aus dem Gräberfeld rund um die erst neu entdeckte Kirche in der Siedlung auf dem "Geißmättle" ausgewertet. In den Jahren von 1987 bis 2005 galten die Forschungen des "Instituts für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters" der Universität Freiburg der Geschichte des mittelalterlichen Bergbaus.

Das Revier im Tal von Sulzburg, erwähnt in der Kaiserurkunde von 1028 als "in valle Sulzberc" gelegen, war ein Schwerpunkt der Geländeforschung von 1989 bis 1995.

Hier wurde der Erzabbau durch Ausgrabungen erschlossen, ebenso die Siedlung der Bergleute mit ihrer Kirche und dem Friedhof der Zeit um 1200.

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Die Ergebnisse dieser montanarchäologischen Forschungen werden nach und nach in der Reihe "Freiburger Beiträge zur Archäologie und Geschichte des ersten Jahrtausends" des Forschungsverbundes "Archäologie und Geschichte des ersten Jahrtausends in Südwestdeutschland" veröffentlicht.

Die Begrüßung der Gäste am Dienstag im Sulzburger Rathaus übernimmt Alt-Landrat Jochen Glaeser, Vorsitzender des Förderkreises zur Errichtung und Unterhaltung des Landesbergbaumuseums Baden-Württemberg in Sulzburg.

Die Autoren Professor Dr. Kurt W. Alt aus Mainz, Mark Rauschkolb aus Freiburg und Professor Dr. Heiko Steuer aus Freiburg, sind anwesend und stellen das Buch und seine Themen vor.  

Autor: bz



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