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30. Dezember 2009
Aufgebockt, mit großer Schale
Der Bau der von den Basler Architekten Herzog & de Meuron entworfenen Hamburger Elbphilharmonie ist jetzt im Zeitplan.
Die Elbphilharmonie im Hamburger Hafen soll das neue Wahrzeichen der Hansestadt werden. Das gläserne Konzerthaus mit auftrumpfend gewelltem Dach, das die Basler Architekten Herzog & de Meuron auf einen ehemaligen Kakaospeicher aufbocken, soll am 30. November 2011 fertig sein und im Mai 2012 eröffnet werden. "Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass dieser Termin gehalten wird", erklärt Heribert Leutner, Geschäftsführer der städtischen Projektgesellschaft ReGe und Bauherr der Elbphilharmonie. Er betont allerdings auch die Schwierigkeiten, die die Kosten des Projekts enorm in die Höhe getrieben und es Verzögerungen ausgesetzt haben. War anfangs noch von einer Eröffnung 2009 die Rede und von 186 Millionen, so werden jetzt zu dem um drei Jahre verschobenen Termin 323 Millionen Euro verbaut sein.
Kernstück des Baues, der auch ein Hotel und Appartements mit einbezieht und 110 Meter Höhe erreichen wird, ist der große Konzertsaal, der den Raum vom 11. bis ins 25. Obergeschoss einnimmt. Er wird in Zusammenarbeit mit dem japanischen Akustiker Yasuhisa Toyota gebaut. Die Auskleidung des Konzertsaals mit einer akustisch wirksamen "weißen Haut" nennt Leutner als einen Grund weiterer Teuerung der Bauarbeit: "Eine Oberfläche dieser Art wurde bisher noch nie gebaut." Der Saal befindet sich in einer separaten, auf Federn gesetzten Schale. Dies garantiere eine akustische Trennung vom übrigen Gebäude, so Leutner.
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Als vor einem Jahr das Projekt auf Grund der dramatisch gesteigerten Mehrkosten neu kalkuliert werden – ein "Cut gemacht werden" musste, wie Leutner sagt, wurde auch ein Sicherungspolster für neuerliche Kostensteigerungen eingeplant. Von den darin enthaltenen 20 Millionen Euro seien gegenwärtig noch 11,8 "nutzbar", erklärt Leutner: "Dieses Polster sichert uns, dass wir in den Gesamtkosten bleiben." Es werden "noch stürmische Zeiten auf uns zukommen", da ist der Projektleiter sicher. Aber auch, dass man nach dem vorangegangenen Sturm "entsprechend aufgestellt" sei.
Autor: dpa/BZ
