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19. November 2008
Einblicke in die Traditionen des "Weihnachtslandes"
Das Elztalmuseum in Waldkirch zeigt noch bis zum 6. Januar 2009 Weihnachtsschmuck aus Schwarzenberg im Erzgebirge.
WALDKIRCH. Im stimmungsvollen Ambiente des Barocksaals des Elztalmuseums ist in diesem Jahr die Sonderausstellung zu Weihnachten zu sehen. Sie ist dem Erzgebirge, dem traditionellen deutschen Weihnachtsland gewidmet, das bereits im 19. und vor allem im 20. Jahrhundert in seiner Ausstrahlungskraft das große Fest der Christenheit geprägt hat.
Die mit Waldkirch seit fast zehn Jahren freundschaftlich verbundene Stadt Schwarzenberg repräsentiert in diesem Jahr das Erzgebirge. Bürgermeister Bernd Weigel, der zur Eröffnung auch die Grüße von Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer überbrachte, stellte die Holzkunst und Spielzeugbranche des Erzgebirges, aber auch die Kunst des Klöppelns, die Traditionen des Erzgebirges, von der Bergbauregion bis zum "Weihnachtsland" in Schwarzenberg, der "Perle des Erzgebirges" vor, wie sie in den Familien und der Öffentlichkeit gelebt wird. Die Stadt funkle in der Adventszeit im Lichterschein, erzählte Sylvia Hauber, die Hauptamtsleiterin der Großen Kreisstadt, die seit drei Jahren mit einer Mitarbeiterin und einem prächtigen Stand auf dem Weihnachtsmarkt des Elztalmuseums mit "himmlischen Erzgebirgsengeln" und vielen außergewöhnlichen Geschenken und Dekorationen zu finden ist. Festlicher Höhepunkt sei in jedem Jahr der Schwarzenberger Weihnachtsmarkt mit der Bergparade, mit Märchenhäuschen, einem historischen Markt und den Sonderausstellungen.
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An den reichen Traditionen der Schwarzenberger Holzkunst partizipiert in diesem Jahr das Elztalmuseum mit der wohl kleinen, aber feinen und sehr informativen Ausstellung im Barocksaal. Das Museum Schloss Schwarzenberg hat dem Elztalmuseum beeindruckende Ausstellungsstücke überlassen. Wie in vielen, im Winter oft durch den Schnee kaum erreichbaren Regionen, habe sich im Erzgebirge das Schnitzen zu einer bemerkenswerten Kunst, die oft zum Nebenerwerb führte, entwickelt, sagte Museumsleiterin Evelyn Flögel bei der Eröffnung der Ausstellung. Die spezielle Drechseltechnik im Gebiet um Seiffen habe zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine sehr effektive Herstellung von kleinen figürlichen Spielwaren ermöglicht, die die Konkurrenz aus anderen Zentren der Spielwarenherstellung unterbieten konnte. Weihnachtspyramide und Leuchterengel wurden hier ersonnen, Nussknacker und Räuchermännchen in Heimarbeit gedrechselt, bemalt und auf den großen Weihnachtsmärkten verkauft. Eine ganz besondere Bedeutung aber haben im Erzgebirge Weihnachtspyramide und Lichterengel, Lichterbergmann und Schwibbogen. Sie stehen für die Bergmannstraditionen, denn Licht ist für die Arbeit unter Tage unentbehrlich. Für den Bergmann bedeutet Licht Glück und Leben. "Mit den Leihgaben aus Schwarzenberg, dem Festschmuck und dem Spielzeug aus dem Museum der Stadt können wir", so sagte Evelyn Flögel, "eine gute Vorstellung des weihnachtlichen Brauchtums des Erzgebirges vermitteln". Die Leiterin des Elztalmuseums bedankte sich bei Sylvia Hauber und Anette Barth, einer Mitarbeiterin des Museums Schloss Schwarzenberg, herzlich für die unkomplizierte Kooperation, der Firma Wunsch fürs Schmücken des Hauses, allen Partnern, Helfern und allen, die ihre Stände auf das Schönste präsentierten.
Autor: Eberhard Weiß



