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15. Oktober 2010

Siffling/Prandl

CD: JAZZ II: Für den Sohn gespielt

  1. Foto: bz

Der Mannheimer Jazztrompeter Thomas Siffling ist Vater geworden – und widmet seinem kleinen Sohn ein Album mit Balladen und Kinderlied-Bearbeitungen, das er mit dem Pianisten Daniel Prandl eingespielt hat. Schon das erste Stück "Remember" legt den Ton fest: Tröpfelnde, arpeggierte Akkorde im Klavier treffen auf einen ganz warmen Flügelhorn-Klang. Viel Pedal, viel Luft, wenig Schärfe. Für die nötige Stimmung nimmt man sich alle Zeit der Welt. Das kann durchaus funktionieren, wenn bei der Bearbeitung von Karl Friedrich Zelters "Es war ein König in Thule" ein Ostinato mehr Richtung gibt oder Charles Trenets "La Mer" von Sifflings Klang veredelt wird. Aber mitunter plätschert das Album etwas ziellos dahin. Ein wenig problematisch ist auch, dass sich die Kinderliedmelodien nicht unbedingt als Jazznummern eignen. Besonders "Lalelu" und "Alle Vögel sind schon da" bleiben in Prandls Arrangement zu süßlich. Nur "Hänschen klein" wird ein bisschen größer in der freien Bearbeitung.

Thomas Siffling/Daniel Prandl: Ballads (Jazz ’n’ Arts/In-akustik). Konzert: Freiburg, Jazzkongress im Schützen, 18. Oktober, 20.30 Uhr.

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Autor: ruge