Das Element der Linie

sda

Von sda

Fr, 21. April 2017

Basel

Zum Tod des Malers und Zeichners Lenz Klotz.

Der Maler und Zeichner Lenz Klotz ist in der Nacht auf Mittwoch 92-jährig in Basel gestorben. 1925 in Chur geboren, lebte er seit den 1940er-Jahren in Basel. Einst abstrakt-expressionistisch aktiv, fokussierte er sich später auf das künstlerische Element der Linie. Klotz starb in der Nacht auf Mittwoch, wie die Basler Galerie Carzaniga, die ihn seit langem vertrat, Angaben der bz Basel bestätigte.

Nach Basel gekommen war der diplomierte Lehrer einst für die Ausbildung. Das Basler Kunstmuseum ließ ihn dann 1945 bis 1950 den graphischen Nachlass Ernst-Ludwig Kirchners ordnen. Neben seiner Kunst, die er ab 1952 frei praktizierte, arbeitete Klotz unter anderem als Ausstellungsgestalter am Völkerkundemuseum Basel und bis 1988 als Fachlehrer an der Kunstgewerbeschule Basel. Die Linie als Element des Zeichnens in der Malerei beschäftigte ihn schon früh. Über die Jahre experimentierte er mit diversen Ausprägungen, Kontexten und Materialisierungen bis hin zur Plastik.

Lenz Klotz’ Werke – laut dem Sikart-Onlinelexikon schuf er rund 1500 Gemälde und mehr als 1000 Zeichnungen – waren in zahlreichen Ausstellungen in der Schweiz und im Ausland zu sehen. Unter anderem wurde er 1995 zum 70. Geburtstag mit einer Schau im Kunstmuseum eehrt. Das Haus hat Werke von ihm in seine Sammlung aufgenommen und zeigt sie prominent.