Berlin

East Side Gallery soll besser geschützt werden

dpa

Von dpa

Di, 12. März 2013

Kultur

East Side Gallery in Berlin soll besser geschützt werden.

Die East Side Gallery, weltweit bekanntes Mauerdenkmal, soll nach dem Willen von SPD und CDU in die Obhut der Stiftung Berliner Mauer kommen. Kulturstaatssekretär André Schmitz (SPD) sagte am Montag im zuständigen Fachausschuss den beiden Regierungsparteien Unterstützung für den Vorschlag zu. Voraussetzung sei jedoch, dass die Stiftung dafür entsprechende Mittel bekomme. Zudem müsse man versuchen, den an der Stiftung beteiligten Bund für die Mitfinanzierung zu gewinnen.

Die East Side Gallery, ein von internationalen Künstlern bemalter 1,3 Kilometer langer Mauerrest, ist von Durchbrüchen und Graffiti-Schmierereien bedroht. Anfang März hatte ein neuer Durchbruch für ein dahinter geplantes Hochhaus und eine Brücke weltweit für Aufsehen gesorgt. Als Kompromiss soll nun voraussichtlich eine bereits bestehende Lücke genutzt und verbreitert werden.

Landeskonservator Jörg Haspel sagte im Ausschuss: "Die East Side Gallery ist ganz unzweifelhaft ein außergewöhnliches Denkmal in unserer Stadt." Sein Haus habe sich deshalb – leider vergeblich – dafür eingesetzt, den ehemaligen Todesstreifen zwischen der Mauer und der Spree von einer Bebauung freizuhalten. Jetzt müssten zumindest die Parkplätze reduziert, die Beleuchtung verbessert und die Pflege sichergestellt werden.

Die Stiftung Berliner Mauer ist in der Bernauer Straße für den zentralen Erinnerungsort an die deutsche Teilung verantwortlich.