Theater

Molières "Der Geizige" im Freiburger E-Werk

Heidi Ossenberg

Von Heidi Ossenberg

Fr, 07. Dezember 2018

Theater (TICKET)

Abel Aboualiten inszeniert "Der Geizige" im Kammertheater des Freiburger E-Werks.

Über Geld spricht man nicht, das hat man. Vielleicht hätten das die oberen Zehntausend Ende des 17. Jahrhunderts, als Jean-Baptiste Molière seine Komödie "Der Geizige" schrieb, anders formuliert. Aber so ungefähr sah man das wohl. Geiz und Habgier wurden den Bürgerlichen zugeschrieben. Hier der Person des reichen und geizigen Witwers Harpagon. Nun darf man gespannt sein, was Regisseur Abel Aboualiten aus dem Stoff gemacht hat.

"Geiz ist geil" – diesem Slogan haftet Harpagon an: Er hortet sein Vermögen, hält seine Tochter Elise und seinen Sohn Cléante an der kurzen Leine und lebt in ständiger Angst, betrogen und bestohlen zu werden. Die Furcht vor dem Alter hält er dadurch in Schach, dass er sich bemüht, seine Kinder möglichst profitabel zu verheiraten. Für sich selber hat er den Plan, eine junge Frau zu ehelichen, die ihn versorgt, die aber keine großen Ansprüche stellt. Die schöne Mariane wäre außerordentlich passend – doch in die hat sich Cléante bereits verliebt. Und seine Tochter Elise liebt heimlich Valère, der sich bei Harpagon als Hausverwalter und Finanzberater hat einstellen lassen.

Cleante freilich will sich dem Vater nicht geschlagen geben und kämpft um seine große Liebe – Sorgen freilich machen ihm die eigenen Schulden und dieser mysteriöse Kreditgeber. Richten soll es dann die Heiratsvermittlerin Frosine, die ein – natürlich unter strengem Sparzwang zusammengestelltes – Abendessen zum Anlass nimmt, die Weichen zu stellen.

Bernd Lafrenz, dessen Shakespeare-Solostücke Abel Aboualiten schon häufig inszeniert hat, Christine Kallfaß, Olaf Creutzburg und Nicole Djandji-Stahl agieren in der als "heiter und turbulent" angekündigten Komödie, die in Koproduktion mit dem Burgbachkellertheater Zug entstand.

Termine: Freiburg, E-Werk, Kammertheater, Premiere: Do, 13. Dez., weitere Termine 14., 15. Dez., jeweils 20.30 Uhr