Rhinwaldsounds

MUNDARTMUSIK: Partnerschaft statt Party

Heinz Siebold

Von Heinz Siebold

Fr, 07. Dezember 2018

Rock & Pop

Zwei Jahre nach der ersten CD haben die Musiker von Rhinwaldsounds aus Kappel-Grafenhausen und Rust eine weitere Schreibe produziert, die sie nach ihrem Plüschmaskottchen "Wildbrecht" benannt haben. 15 Lieder über Alltagserlebnisse, vom Bulldog-Fahren bis zum Lianen-Rauchen, vom Schaffe im Garte am Samschdigmorge, vom Tragekomfort selbstgestrickter Socken und vom Schmerz beim Berühren der Brennnessel. Die melodisch vielfältigen Lieder im niederalemannischen Dialekt stammen vor allem aus der Feder von Dominik Büchele, die Arrangements von Bruder Mirko, aufgenommen und gemixt wurde im Proberaum. Für Rhinwaldsounds hat sich die andere Büchele-Band Umleitung mit zwei Vokalisten verstärkt. Der Gesang erinnert freilich zuweilen etwas zu stark an die frühen Bee Gees. Auffällig, wie sich die jungen Männer – noch keiner ist 30 Jahre alt – erneut mit ihrer nicht fernen Vergangenheit als Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene beschäftigen. Vielleicht eine Übergangserscheinung, denn statt Party ist auf einmal Partnerschaft, gar Hochzeit und Familie angesagt. "So jung kömme mer bstimmt nimme zsamme" seufzen die sympathischen Jungspunde und "ziehge no e Halber na". Der Song könnte nach "Schorli" wieder ein Ohrwurm werden.

Rhinwaldsounds: Wildbrecht
(Ur-Music). Download bei Amazon,
CD via http://www.rhinwaldsounds.de