Das Hungerjahr 1816 und den Erntedank 1817 im Markgräfler Museum

Museumsgespräch in Müllheim

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 25. September 2017

Müllheim

Das Hungerjahr 1816 und der Erntedank 1817.

MÜLLHEIM. Begleitend zur Foyerausstellung im Markgräfler Museum im Blankenhorn-Palais in Müllheim, die das Hungerjahr 1816 und den Erntedank 1817 zeigt, veranstaltet der Kunstexperte René Simmermacher aus Staufen am Donnerstag, 28. September um 18.15 Uhr ein Museumsgespräch. Erntedank vor 200 Jahren wurde auch im deutschen Südwesten auf ganz besondere Weise gefeiert: War es doch eine Ernte nach einem extremen Hungerjahr. Das Jahr 1816 gilt wegen seiner großen Kälte als das "Jahr ohne Sommer". Heute weiß man, dass der Ausbruch des Vulkans Tambora im April 1815 in Indonesien die Klimaveränderung verursacht hat. Sie hatte katastrophale Folgen: Missernten, Preisexplosionen, Überschwemmungen, Hungersnöte und Auswanderung. René Simmermacher stellt nicht nur die Geschichte dieser Ereignisse vor, sondern auch wichtige Ausstellungsstücke zur guten Fruchternte 1817, die nicht nur in Müllheim und im Markgräflerland, sondern im gesamten Südwesten Deutschlands dankbar begrüßt und auf zahlreichen Bildern, in Berichten und auf Medaillen für die Nachwelt festgehalten wurde.
Das Museumsgespräch findet in Kooperation mit der VHS Markgräflerland statt. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.
Der Eintritt beträgt vier Euro, für Mitglieder des Museumsvereins ermäßigt zwei Euro.