Musikalisches Denkmal für die kleinen Dörfer

Martina-David-Wenk

Von Martina-David-Wenk

Fr, 07. November 2008

Rock & Pop

Walti Huber präsentiert in Lörrach seine neue CD

 Ist er nervös, vielleicht ein bisschen aufgeregt? Wenn am Samstag, 8. November, im Alten Wasserwerk Walti Huber seine neueste CD präsentiert, weiß er schon jetzt, so wird es dieses Konzert nicht noch einmal geben. Achtzehn Freunde hat der Lörracher Songwriter dieses Mal um sich geschart. So viele Musiker hat es auch gebraucht um "Songs from France" zu produzieren. Und alle werden sie kommen, Wegbegleiter aus alten Jetsam-Tagen, und neue Freunde, Musiker, die ihm im Laufe der Produktion ans Herz gewachsen sind. George Ricci zum Beispiel, der den alten Folk Sound zum New Folk gewandelt hat. Daniel Vogel – für Walti Huber, einer der besten Gitarristen der Region. Walti Huber liebt Frankreich und so sammelte er Lieder, alle komponiert und geschrieben auf seinen Reisen in den vergangenen drei Jahren.

Heraus gekommen ist ein wunderschönes Album. Sommerlich leicht, dominiert vom Satzgesang der drei Frauen, modernisiert durch zeitgemäße Arrangements. "Früher habe ich Texte vertont, von William Blake zum Beispiel. Es gibt ja eine solche Fülle von Blake-Texten", erzählt er. "Dann habe ich mich selbst aufgemacht, Dinge aufzuschreiben, die mich beschäftigen. Kleinen Dörfern ein kleines Denkmal gesetzt, einem Wasserfall, überhaupt der grandiosen Landschaft", wie er sagt. Und etwas ganz besonderes ist dem Musiker und Dichter gelungen, seine Hommage an sein Lieblingsland sind ins Französische übersetzt worden.

Immer an Pfingsten ist er alleine unterwegs in Frankreich, hat seine Gitarre dabei und verwandelt seine Eindrücke in Songs. Zu Hause werden sie dann fertiggestellt. Um Instrumente bereichert, für die im Camping-Bus einfach kein Platz war. Ein Piano ist mit dabei und sogar ein Cello. Ganz verzichten mag Huber jedoch auch auf verstärkte Instrumente nicht, wenn er auftritt. Obwohl den akustischen Instrumenten seine Liebe gehört. "Nein, der Folk ist nicht tot. Aktuell sind es gerade Rihanna und Amy Macdonald, die die Charts stürmen. Die Songwriter-Musik macht Wellen durch, aber sie verschwindet nicht." Seit dreißig Jahren macht er dies schon, die neueste von sechs Produktionen wird am Samstag Premiere haben.
– "Songs from France": Konzert am Samstag, 8. November, 20.30 Uhr im Alten Wasserwerk in Lörrach