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10. Februar 2012
Quantität und Qualität
Erstmals drei Hauptgewinner beim Jugendtheaterpreis.
Ein Thaiboxer, eine Skater-Clique und ein Straßenjunge sind die Sieger des in diesem Jahr dreigeteilten Jugendtheaterpreises Baden-Württemberg. Zu jeweils gleichen Teilen geht der Hauptpreis an "Der Thaiboxer" von Ad de Bont aus den Niederlanden, "Skills" der gebürtigen Würzburgerin Eva Rottmann, die an der Zürcher Hochschule der Künste studiert hat und "Jojo am Rande der Welt" vom Franzosen Stéphane Jaubertie. Das teilte die Jury am Donnerstag in Stuttgart mit.
Ein Förderpreis geht an Denis Leifeld für "Koffein". In seinem zweiten Stück schildert Leinfeld, der in der freien Erlanger Theaterszene zu Hause ist, den Drang und die Folgen des Gefühls, unbedingt dazugehören zu müssen. Ein Stipendium erhält die gebürtige Ulmer Autorin Nina Ender für das Projekt "Pikid.de" zur Präimplantationsdiagnostik am Theater Ulm. Verliehen werden die insgesamt mit 15 000 Euro dotierten Preise Mitte Juni im Rahmen des Internationalen Festivals "Schöne Aussicht" am Jungen Ensemble Stuttgart.
Mit der Dreiteilung des Preises trägt die Jury der Einschätzung Rechnung, dass 2012 nicht nur quantitativ (132 Einsendungen) sondern auch qualitativ ein besonders starker Jahrgang war. Die drei ausgezeichneten Stücke beweisen demnach die Vielfalt an Stoffen, die derzeit für das europäische Jugendtheater umgesetzt werden.
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Autor: dpa
