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03. Februar 2012 14:53 Uhr
Freiburgs guter Ton
Rainer Kussmaul erhält Reinhold-Schneider-Preis 2012
Der Reinhold-Schneider-Preis 2012 der Stadt Freiburg geht an den Geiger Rainer Kussmaul sowie an das Cécile Verny Quartet und Günter A. Buchwald.
Kussmaul erhält den mit 15 000 Euro dotierten Hauptpreis, der Förderpreis von 6 000 Euro geht zu gleichen Teilen an das Cécile Verny Quartet und Günter A. Buchwald.
Mit ihrer Entscheidung würdigt die zwölfköpfige Jury unter Vorsitz von Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach die herausragenden künstlerischen und pädagogischen Tätigkeiten Rainer Kussmauls. Die Konzertauftritte des in Freiburg lebenden Violinisten führten ihn in die ganze Welt. Kussmaul ist Preisträger etlicher internationaler Violin- und Kammermusikwettbewerbe. Zudem erhielt er bedeutende Schallplattenpreise, so 2005 den Grammy. Von 1993 bis 1998 war er Konzertmeister bei den Berliner Philharmonikern, 1995 gründete er mit Mitgliedern des Orchesters die Berliner Barocksolisten. Die Lehrtätigkeit nimmt einen bedeutenden Platz im Leben des Künstlers ein. 1977 wurde er an die Musikhochschule Freiburg berufen, seit 1987 leitet er auch die Violinklasse der Carl-Flesch-Akademie in Baden-Baden. Darüber hinaus gibt er Meisterkurse und ist Juror in internationalen Wettbewerben. Zu seinen Schülern zählen ebenso Gründungsmitglieder und heutige künstlerische Leiter des Freiburger Barockorchesters wie zahlreiche Solisten und Konzertmeister auf internationalem Parkett. Das 1987 gegründete Cécile Verny Quartet (Bernd Heitzler, Bass; Andreas Erchinger, Piano; Lars Binder, Schlagzeug) gehört zu den Fixsternen der Freiburger Jazzszene und ist häufiger Gast bei großen Festivals. Die Sängerin und Namensgeberin Cécile Verny verbindet eindrücklich in ihren Liedern musikalische Elemente ihrer westafrikanischen Heimat und der amerikanischen Jazztradition mit Gospels und Chansons. 2006 wurde dem Quartett der Preis der Deutschen Schallplattenkritik zugesprochen.
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Mit Günter A. Buchwald würdigt die Jury einen Pionier der Stummfilmmusik-Renaissance. Als Begleiter und Improvisator am Klavier, als Komponist und als Dirigent großer Filmkonzerte gehört der Freiburger zu den international gefragtesten und renommiertesten Musikern des Genres. Aktuell schrieb er die Musiken zum ersten in den Neu-Babelsberger Filmstudios vor 100 Jahren gedrehten Film sowie zu F.W. Murnaus "Faust"-Verfilmung, deren Uraufführungen in Berlin und Freiburg er selbst leiten wird.
Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon übergibt die Preise in einem Festakt am 18. April im Kaisersaal des Historischen Kaufhauses am Münsterplatz. Der seit 1960 bestehende Reinhold-Schneider-Preis wird alle zwei Jahre verliehen – abwechselnd in den Sparten Musik, Literatur und Bildende Kunst.
Autor: Badische Zeitung


