Kulturschaffende fordern Absage

dpa

Von dpa

Mo, 10. September 2018

Rock & Pop

Boykottaufruf zu ESC in Israel.

Dutzende Kulturschaffende haben sich gegen die Ausrichtung des Eurovision Song Contest (ESC) in Israel ausgesprochen. Als Grund für den Boykottaufruf werden Menschenrechtsverletzungen des Landes gegen Palästinenser genannt.

Zu den Unterzeichnern des Schreibens, das auf der Webseite der britischen Zeitung The Guardian veröffentlicht wurde, zählen der Pink-Floyd-Mitbegründer Roger Waters und der britische Filmemacher Ken Loach - beide sind als pro-palästinensische Aktivisten bekannt. Auch die Regisseure Aki Kaurismäki und Mike Leigh, die Schauspielerin Julie Christie, Sänger Helmut Lotti und der Musiker Brian Eno stehen unter dem offenen Brief auf der Liste – ebenso wie sechs israelische Künstler. Der für die deutsche ESC-Beteiligung zuständige Leiter des Programmbereichs Fiktion & Unterhaltung beim NDR Fernsehen, Thomas Schreiber, wies Forderungen nach einem Boykott zurück: "Wir freuen uns auf den ESC 2019 in Israel."