"Roma" bester Film

Philip Dethlefs

Von Philip Dethlefs (dpa)

Di, 12. Februar 2019

Kino

In London sind die Bafta-Preise verliehen worden.

Ganz in Weiß schritt Katherine, Herzogin von Cambridge, über den roten Teppich und stahl damit den Stars fast die Show. Bei der Verleihung der britischen Filmpreise am Sonntag war die Frau von Prinz William auch eine der ersten, die Olivia Colman zu deren Bafta-Erfolg gratulierte. Colman wurde für ihre Rolle als Königin Anne in "The Favourite" als beste Darstellerin ausgezeichnet. Der Historienfilm erhielt in London sieben Baftas. Den wichtigsten Preis als bester Film bekam "Roma", für den Alfonso Cuarón auch als bester Regisseur geehrt wurde.

Es ist ein besonderer Triumph für den Streaming-Anbieter Netflix, der den Schwarz-Weiß-Film produziert hat. "Roma" erhielt außerdem die Trophäe für den besten nicht-englischsprachigen Film und für die beste Kamera. "Das ist eine unglaubliche Ehre, Bafta", bedankte sich der sichtlich bewegte Cuarón. Grund zur Freude hatte auch das Team von "The Favourite", der unter anderem als herausragender britischer Film und für sein Drehbuch ausgezeichnet wurde. Rachel Weisz nahm den Bafta für die beste Nebenrolle mit und setzte sich damit gegen ihre Co-Darstellerin Emma Stone durch.

Ein Indikator für die Oscar-Verleihung waren die Baftas in der Vergangenheit nicht unbedingt. Bei der Show in Los Angeles am 24. Februar dürfen sich viele Hoffnungen auf einen Oscar machen. Rami Malek etwa gilt da als Favorit. Der US-Amerikaner bekam für seine Darstellung des Queen-Sängers Freddie Mercury im Musikfilm "Bohemian Rhapsody" nach dem Golden Globe nun die goldene Bafta-Maske. Stars wie Christian Bale ("Vice") und Viggo Mortensen ("Green Book – Eine besondere Freundschaft") hatten das Nachsehen. "Ihr Briten habt Musik drauf", lobte der US-Amerikaner Malek, "ich weiß, dass Euer musikalisches Erbe heilig ist. Danke an den größten Außenseiter aller Zeiten, Freddie Mercury."

Immerhin einen Bafta gab es für einen weiteren Oscar-Kandidaten, die Komödie "Green Book". Mahershala Ali bekam den Preis als bester Nebendarsteller und rang um Fassung. Der Preis für die beste Musik ging an Bradley Cooper und Lady Gaga für den siebenfach nominierten Film "A Star Is Born", der ansonsten – wie auch schon bei den Golden Globes – leer ausging. Cooper nahm die Trophäe allein entgegen, während sich Gaga in Los Angeles den Grammy abholte.