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25. Juli 2010 12:05 Uhr

Festival

Wie war's bei...Xavier Naidoo in Lörrach?

Eine große Band, die satten Sound produziert, und ein zweistündiges Konzert, das keinen der großen Hits auslässt: 5000 begeisterte Besucher feierten Xavier Naidoo beim Stimmen-Festival auf dem Lörracher Marktplatz.

  1. Ließ die Herzen der Zuschauerinnen höher schlagen: Xavier Naidoo. Foto: Barbara Ruda

Erster Eindruck:
Xavier Naidoo zog mit seiner geschmeidigen Stimme und einer Band, die einen groovenden und packenden Sound lieferte, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu spielen, die 5000 Besucher des schon im Vorfeld ausverkauften Konzerts vom ersten Moment an in seinen Bann. Schöne Melodien und leicht zugängliche Texte, vor allem aber der Wiedererkennungswert seiner inzwischen zahlreichen Hits machten den Triumph Naidoos bei seinem zum Teil von weit her angereisten Publikum aus. Bekanntes zieht – das weiß auch Xavier Naidoo, und so setzte er seine Erfolgsnummern effektvoll in Szene. Aber auch die Songs seines jüngsten Albums "Alles kann besser werden" stießen auf begeisterte Zuhörer.

Set List:
"Mut zur Veränderung", "Holt die Seeleute heim", "Alles kann besser werden", "Wo willst du hin?", "Führ mich ans Licht", "Bist du am Leben interessiert", "Gib dich nicht auf", "Söldnerlied", "Das war noch nicht alles", "Into deep", "Ich brauche dich", "Bevor du gehst", "Zeilen aus Gold", "20 000 Meilen", "Ich kenne nichts (das so schön ist wie du)", "Bitte hör nicht auf zu träumen". Zugaben: "Himmel über Deutschland", "Sie sieht mich nicht", "Was wir alleine nicht schaffen", "Dieser Weg", "Und wenn ein Lied meine Lippen verlässt".

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Die Band:
Xavier Naidoo hat tolle Musiker um sich geschart, die seinen Soul kraftvoll und packend in Szene setzten und im Verlauf des Abends immer rockiger wurden. Vieles hörte sich an wie auf CD und wirkte live fast ein wenig zu sauber, doch kleine Vorspiele vor den eigentlichen Songs oder Soli, etwa von Gitarrist Alex Auer, gaben dem Auftritt seinen Pep.

Augenschmaus:
Auf optische Effekte verzichtete Xavier Naidoo fast völlig und setzte ganz auf die Wirkung seiner Musik und seiner Stimme. Eine konventionelle Lightshow und sparsame Effekte auf einer unterbrochenen, mit horizontalen Streifen angelegten Leinwand am Bühnenhintergrund waren schon alles. Mehr war auch nicht nötig – die emotionale Kraft von Xavier Naidoos Musik kann auch ohne Unterstützung bestehen.

Bühnengebaren:
Viel Applaus und Kreischen von den jungen Zuschauerinnen erntete Naidoo für seine Tanzeinlagen am Mikrophonständer. Und auch wenn er lässig auf dem Steg in Richtung Publikum schritt, gingen die Hände mit Digicams und Fotohandys in die Luft. Eher albern nahm sich die blaue Gitarrenhalsbeleuchtung an Robee Marianos Instrument aus.

Dreingabe:
Durchaus hörenswert war auch Daniel Stoyanov, der als Support-Act auftrat und ganz alleine mit seiner akustischen Gitarre gegen 5000 Zuhörer anspielte. Doch der Funke sprang bei vielen im Publikum recht schnell über, zumal Daniel Stoyanovs Musik ähnlich soulig ist wie die von Xavier Naidoo.

Bewertung:
Insgesamt ein rundum gelungenes Konzert von zwei Stunden Dauer inklusive fünf Zugabestücken plus eine gute halbe Stunde Support rechtfertigten den Einrittspreis von 41 Euro beim bestens organisierten Lörracher Stimmen-Festival voll. Romantisch und gefühlsbetont, aber auch voller Kraft und Lebensfreude kamen Xavier Naidoos Lieder rüber und ließen ein enthusiastisches Publikum zurück.

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Autor: Thomas Loisl Mink