Sankt Augustin

17-Jährige tot aufgefunden: Verdächtiger hat deutschen Pass

dpa

Von dpa

Mo, 03. Dezember 2018 um 09:44 Uhr

Panorama

Im Fall eines in Sankt Augustin in Nordrhein-Westfalen gewaltsam zu Tode gekommenen Mädchens schließt die Polizei eine Beziehungstat nicht aus. Die Polizei hat einen Tatverdächtigen festgenommen.

Die getötete 17-Jährige habe vor ihrem Tod einen zwei Jahre älteren jungen Mann in einer städtischen Unterkunft besucht, in der neben Flüchtlingen auch Obdachlose untergebracht werden, sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen. Auf die Spur des festgenommenen Tatverdächtigen seien die Ermittler über soziale Netzwerke und über verschickte Kurznachrichten gekommen.

Der Mann stamme gebürtig aus dem Ausland, habe aber die deutsche Staatsangehörigkeit, sagte der Sprecher. Zuvor hatte die Polizei angeben, die Leiche sei in einer Flüchtlingsunterkunft gefunden worden.
Die Leiche des Mädchens aus dem rheinland-pfälzischen Unkel war am Sonntagabend gefunden worden. Im Laufe des Vormittags wollten die Ermittler weitere Details zu dem Kriminalfall bekanntgeben.

150 Polizisten und Feuerwehrleute auf der Suche

Ihre Eltern hatten die Teenagerin am Freitagmittag als vermisst gemeldet. Einem WDR-Bericht zufolge hatte sie eine Freundin besuchen wollen, kam dort aber nie an. Per Handy habe sich das Mädchen in den zwei Tagen nach seinem Verschwinden mehrmals bei Bekannten gemeldet, hieß es unter Berufung auf die Polizei.

Mindestens 150 Polizisten und Feuerwehrleute nahmen die Suche nach ihr auf. Die Einsatzkräfte suchten mit zehn Tauchern in einem See, mit einem Hubschrauber der Bundespolizei und ließen eine Drohne mit Wärmebildkamera aufsteigen. Das Technische Hilfswerk leuchtete den See im Stadtteil Meindorf und dessen Ufer aus. Auch eine Hundestaffel war beteiligt.

Einsatzkräfte fanden die Tote um circa 20 Uhr im benachbarten Stadtteil Menden. Sie waren Hinweisen von Spaziergängern nachgegangen, die am Nachmittag die Kleider und Handtasche des Mädchens neben dem Sieglarer See gesehen hatten.