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12. Oktober 2017

Kalifornien

21 Menschen sterben durch Waldbrände

Heftige Feuer in Kalifornien.

SAN FRANCISCO (dpa). Die Zahl der Toten bei den schweren Bränden im Norden Kaliforniens ist auf mindestens 21 Opfer angestiegen. Dies gaben die Behörden des Bundesstaates an der US-Westküste am Mittwoch bekannt. Nach Schätzungen sind mindestens 3500 Häuser zerstört worden. Im Napa County nördlich von San Francisco starb ein Ehepaar, das seit 75 Jahren verheiratet war. Der Mann war 100 Jahre alt, seine Frau 98. Über 100 Menschen wurden verletzt, viele wurden auch in der Nacht zum Mittwoch weiterhin vermisst. 20 000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Bei starken Winden hatten sich mehr als ein Dutzend Brände ausgebreitet. Feuerwehrchef Ken Pimlott bezifferte die Zahl der aktiven Feuer in der Weinbauregion auf 15. Über 45 000 Hektar Land wurden Opfer der Flammen. "Es ist die reine Zerstörung", sagte Feuerwehrchef Pimlott. Mehr als 400 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen. Dazu kommen laut CNN 4000 Ersthelfer, Freiwillige und Militärs. Die Washington Post meldete, dass noch 180 Menschen vermisst würden und die Totenzahl nach Einschätzung der Behörden noch steigen könnte. Oktober ist nach Angaben der Behörden traditionell der Monat mit den meisten Bränden. Für Mittwoch wurden weitere Winde vorhergesagt, die mit starken Böen die Brände anfachen können. Die Brandbekämpfer hoffen, bei niedrigeren Temperaturen besser voranzukommen. Pimlott sagte laut Washington Post, dass 95 Prozent aller Feuer in Kalifornien – vorsätzlich oder fahrlässig – von Menschen verursacht würden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Blitze große Flächenbrände auslösten, sei sehr gering.

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Autor: dpa