Gesundheit

955 Menschen haben 2018 ihre Organe gespendet – das gilt als deutlicher Anstieg

dpa

Von dpa

Fr, 11. Januar 2019 um 10:38 Uhr

Panorama

Im Vergleich zu 2017 ist die Zahl der Organspender in Deutschland um knapp 20 Prozent gestiegen. Damit kommen nun 11,5 Spender auf eine Million Einwohner.

Erstmals seit 2010 ist die Zahl der Organspender in Deutschland wieder deutlich angestiegen. Im vergangenen Jahr haben 955 Menschen nach ihrem Tod ihre Organe für schwerkranke Patienten gespendet, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am Freitag in Frankfurt mitteilte. Im Vergleich zu 2017 ist dies eine Steigerung von knapp 20 Prozent, damals gab es nur 797 Spender. Damit kommen nun 11,5 Spender auf eine Million Einwohner.

Von diesen Spendern wurden der Mitteilung zufolge 3113 Organe durch die internationale Vermittlungsstelle Eurotransplant erfolgreich an Patienten der acht Mitgliedsländer vermittelt. Darunter waren 1607 Nieren, 295 Herzen, 779 Lebern, 338 Lungen, 91 Bauchspeicheldrüsen sowie 3 Dünndärme. Das sind 519 Organe mehr als in 2017.

9400 Patienten warten noch auf eine Organtransplantation

Jeder deutsche Spender habe damit im Durchschnitt drei schwerkranken Patienten eine neue Lebenschance geschenkt, hieß es von der DSO weiter. Gleichzeitig konnten in deutschen Kliniken 3264 Organe verstorbener Spender transplantiert werden. Im Jahr 2017 waren es 2765 Organübertragungen.

Aktuell stehen in Deutschland der DSO zufolge noch immer rund 9400 Patienten auf den Wartelisten für eine Organtransplantation. Die Stiftung wertete die Zahlen als "ersten Hoffnungsschimmer" für wartende Patienten. Entscheidende Verbesserungen könnten die derzeit vom Bundestag geplanten Reformen zur Organspende bringen.