Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

06. April 2013

Vogelgrippe

Behörde tötet Tausende Vögel

Neue Vogelgrippe in China.

SCHANGHAI (AFP). Nach dem Tod mehrerer Menschen durch das neue Vogelgrippe-Virus H7N9 haben die Behörden in der ostchinesischen Millionenmetropole Schanghai mehr als 20 000 Hühner, Enten, Gänse und Tauben geschlachtet. Zudem wurden dort am Freitag alle Geflügelmärkte bis auf Weiteres geschlossen. Bislang starben sechs Menschen an dem neuen Virus, dessen Übertragungswege noch unklar sind.

Die nächtliche Massenschlachtung wurde für den Huhuai-Geflügelmarkt angeordnet, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Dort war der Erreger in Tauben nachgewiesen worden. Auf Bildern eines örtlichen Reporters, die im Internet veröffentlicht wurden, waren städtische Angestellte in Schutzanzügen und Gesichtsmasken zu sehen, wie sie auf den Markt gingen. Am Freitagmorgen war der Markt abgeriegelt, in den umliegenden Straßen war Desinfektionspulver gestreut, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Die Totenzahl stieg nach Behördenangaben unterdessen auf sechs Fälle, vier davon in Schanghai. Nach neuen Angaben infizierten sich bislang 16 Menschen mit dem Virus. Symptome sind eine schwere Lungenentzündung, Fieber, Husten und Atemnot. Die Übertragungswege sind nach wie vor unklar, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte. Der neue Erreger war am Wochenende erstmals aus Schanghai vermeldet worden. Die WHO erklärte, sie rechne bislang kaum mit einer dramatischen Epidemie. Sorge bereitet den Experten jedoch, dass sich das Virus geographisch immer weiter ausbreitet und sich bei den betroffenen Tieren nicht bemerkbar macht.

Werbung

Autor: afp