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04. Februar 2012

BZ-INTERVIEW: "Auf den eigenen Körper hören"

BZ-INTERVIEW mit Saunameister Jörg Kauffmann über den perfekten Saunagang .

BZ: Auf was sollten Saunaneulinge achten?
Jörg Kauffmann: Sie sollten das Saunieren nicht als Extremsport betrachten. Es geht nicht darum, auf Teufel komm raus ewig lange in dem Schwitzkasten zu bleiben. Es soll sich ja ein Gefühl der Behaglichkeit einstellen und das geht nur, wenn Saunabesucher auf ihren Körper hören. Wenn es mehrere Saunen mit unterschiedlichen Temperaturen gibt, sollten Anfänger nicht gleich mit der heißesten Saunakammer beginnen, sondern den Körper schrittweise an die hohen Temperaturen gewöhnen.
BZ: Manche Leute sitzen in der Sauna, andere liegen darin. Was ist besser?
Kauffmann: Optimal ist es, sich auf die mittlere oder obere Bank zu legen. Im Liegen kann das Blut gleichmäßig durch den Körper fließen. Wer aufrecht sitzt, befindet sich nicht mit dem ganzen Körper in ein und derselben Wärmeregion, sondern mit dem Oberkörper in einer deutlich heißeren als mit den Füßen. Die letzten zwei Minuten sollten sich Saunagäste aber aufsetzen, um den Kreislauf an die aufrechte Haltung zu gewöhnen.

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BZ: Wie viele Saunagänge empfehlen Sie?
Kauffmann: In der Regel machen die Leute drei Gänge. Ein vollständiges Saunabad dauert dann so etwa zwei Stunden, wobei jeder Saunagang zwischen acht bis maximal 15 Minuten lang ist. Danach sollten die Leute rausgehen, an der frischen Luft ein paar Minuten auf und abgehen, kalt duschen und etwa 20 Minuten ruhen. Dann kann die nächste Saunarunde beginnen.
BZ: Was bringt das Saunieren?
Kauffmann: In der Wärme entspannen die Muskeln und die Blutgefäße erweitern sich leicht. Durch das anschließende kalte Duschen oder das kurze Tauchbad ziehen sich die Gefäße wieder zusammen. Das hält sie elastisch. Wer die Sauna regelmäßig besucht, fördert auch seine Abwehrkräfte. Durch die heißen Dämpfe werden zudem die Schleimhäute angeregt, was Husten und Schnupfen vorbeugt. Wer aber schon erkältet ist, sollte nicht in die Sauna gehen. Denn das geht richtig aufs Herz.

Autor: buma