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14. November 2017

Top 500

China auf Platz eins im Ranking der schnellsten Supercomputer der Welt

201 von 500 der schnellsten Rechner auf der Welt stehen in dem Land / Die USA verlieren an Boden.

DENVER (dpa). China baut seine Vormachtstellung im Ranking der schnellsten Supercomputer der Welt weiter aus. In der 50. Ausgabe der "Top 500"-Rangliste stellt das Land insgesamt 201 Anlagen und überholt die USA (145 Anlagen) damit deutlich. Den dritten Platz belegt Japan mit 35 Rechenanlagen, gefolgt von Deutschland (20), Frankreich (18) und Großbritannien (15).

Die Liste der "Top 500" wird zwei Mal im Jahr anlässlich der International Supercomputing Conference veröffentlicht, die diesmal in Denver (US-Bundesstaat Colorado) stattfindet. Den ersten Platz verteidigte China zum vierten Mal mit großem Abstand mit "Sunway TaihuLight". Die Anlage arbeitet im Supercomputer Center in Wuxi und kommt auf eine Leistung von 93 Petaflops, Billiarden Gleitkommaoperationen pro Sekunde. Auch der zweite Platz geht an China, "Tianhe-2" ("Milchstraße") am chinesischen Supercomputer-Center in Guangzho. Die Anlage hält mit 33,8 Petaflops den Verfolger "Piz Daint" am Schweizer Supercomputing Center CSCS (19,59 Petaflops) auf Abstand. Die USA folgen mit "Titan" (17,59 Petaflops) an der Oak Ridge National Laboratory des US-Energie-Ministeriums nach Japan auf dem fünften Platz. Die schnellste Anlage Deutschlands steht in Stuttgart. "Hazel Hen" arbeitet am Höchstleistungsrechenzentrum HLRS und belegt den 19. Platz.

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Supercomputer sind zum Beispiel für die Berechnung von Verkehrsströmen, die Analyse von Molekülbewegungen oder die Prognose von Wetterdaten wichtig. Bei komplexen Berechnungen kommt es aber immer häufiger auf Qualität als Quantität an. Viele Experten halten den sogenannten Benchmark-Wert, über den die Liste ermittelt wird, deshalb nicht für zeitgemäß.

Autor: dpa