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14. September 2017

Drei Tote durch Sturmtief Sebastian

Unglücke in Hamburg und NRW.

HAMBURG (AFP/dpa). Infolge des Sturmtiefs Sebastian sind am Mittwoch drei Menschen ums Leben gekommen. In Hamburg wurde, wie die Feuerwehr mitteilte, am Elbanleger Blankenese ein Rollstuhlfahrer nach Angaben von Zeugen in den Fluss geweht. Ein Großaufgebot suchte mit Tauchern, Booten und einem Hubschrauber nach dem Mann, konnte ihn aber nur noch tot bergen. Bei heftigen Windböen wurde zudem ein 38-jähriger Passant von einem herabstürzenden Gerüst erschlagen. Ein Teil habe sich "vermutlich witterungsbedingt" am siebten Obergeschoss eines Gebäudes gelöst und sei auf den Fußgänger gestürzt, sagte ein Sprecher der Polizei.

Im nordrhein-westfälischen Brilon wurde ein 53-Jähriger von einem umstürzenden Baum erschlagen. Der Mann war nach Polizeiangaben mit Vermessungsarbeiten an einem Waldstück beschäftigt, als eine 20 Meter hohe Fichte auf ihn stürzte.

Orkantief Sebastian hat als erster großer Herbststurm des Jahres den gesamten Norden und Nordwesten Deutschlands getroffen. Etliche Bäume stürzten um, wodurch es etwa in Nordrhein-Westfalen zu Behinderungen im Bahnverkehr kam. Zuvor hatte Sebastian bereits die Niederlande erreicht. Am Amsterdamer Flughafen Schiphol wurden zeitweise Start- und Landebahnen geschlossen. Der heftige Wind mit teils orkanartigen Böen mit bis zu 115 Stundenkilometern sollte an Nord- und Ostsee in der Nacht zu Donnerstag anhalten.

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Im Südwesten hat Sebastian etliche kleinere Schäden verursacht. Ernsthaft verletzt wurde nach Wissen der Polizei niemand. In Karlsruhe wurde ein Kran aus der Verankerung gerissen, wobei drei Häuser gestreift wurden. Die Einwohner mussten die Gebäude zeitweise verlassen. Auch aus dem Ortenaukreis, Rastatt und Baden-Baden wurden Dutzende von Einsätzen gemeldet. Die stärksten Sturmböen gab es einmal mehr in den Hochlagen von Schwarzwald und Alb. Für den Schwarzwald sowie vom nördlichen Oberrhein bis zur Hohenloher Ebene wurde Dauerregen von Mittwochabend bis Donnerstagmittag vorhergesagt.

Autor: dpa