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28. Juli 2012

Ehemann vergiftete Saft

Wende im Capri-Sonne-Fall.

BREMEN (dapd). Unerwartete Wende im Fall der Vergiftung eines Bremer Ehepaares nach dem Trinken eines Erfrischungsgetränks: Ermittler nahmen am Donnerstag den Ehemann wegen versuchten Mordes an seiner 54-jährigen Frau fest, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilten. Der 56-Jährige habe gestanden, eine giftige Substanz in die Capri-Sonne getan zu haben. Angaben zum Motiv machte er nicht.

Sowohl der Mann als auch die Frau hatten von dem Getränk getrunken. Beide waren vor über zwei Wochen mit Vergiftungserscheinungen in eine Klinik gebracht worden. Der Getränkehersteller hatte daraufhin einen Warnhinweis wegen möglicher weiterer Manipulationen herausgegeben. Kunden sollten auf unverletzte Originalverschlüsse achten. Die Polizei ging aber schnell von einem Einzelfall aus. Durch das Geständnis sei dies nun sichergestellt, sagte ein Polizeisprecher. Die Getränke wurden erst nach dem Kauf im Haushalt des Ehepaares mit dem Schadstoff versetzt.

Der 56-jährige Mann war bereits nach einer Woche aus dem Krankenhaus entlassen worden. Seine Frau lag dagegen lange im künstlichen Koma. Inzwischen sei sie wieder ansprechbar, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Frank Passade. Dazu, wie der Mann die Substanz in den Getränkebehälter verabreichte, machte er keine Angaben – auch nicht dazu, um welches Gift es sich handelte. Die Staatsanwaltschaft wollte noch am Freitag Haftbefehl beim Amtsgericht beantragen.

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Autor: dapd