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04. Februar 2012
Europa friert
Weitere Tote im Osten.
KIEW/MOSKAU/BERLIN (dpa). Die Extremkälte in Europa bringt jeden Tag mehr Menschen den Tod: Inzwischen sind auf dem Kontinent mehr als 220 Menschen erfroren, vor allem in Osteuropa. In der Ukraine waren in der Nacht auf Freitag mindestens 38 weitere Menschen bei bis zu minus 32 Grad erfroren. Damit erhöhte sich die Zahl der Kälteopfer auf 101. Russlands Regierung nannte erstmals offizielle Zahlen zu den Kälteopfern im größten Land der Erde: Demnach erfroren im Januar insgesamt 64 Menschen. Das berichtete die Agentur Itar-Tass.
Auch in Deutschland ist es kalt: In der Nacht zum Freitag wurden erneut arktische Temperaturen gemessen – im sächsischen Deutschneudorf zum Beispiel minus 26,4 Grad. Auf dem Feldberg war es vergangene Nacht minus 20 Grad kalt, berichtete der Deutsche Wetterdienst in Stuttgart. Auf einigen Flüssen wurde der Schiffsverkehr gestoppt, die Oder fror weiter zu. An vielen Schulen in Europa gibt es kältefrei – sogar in Rom. Dichter Schneefall verwandelte das Aussehen der Stadt, das Kolosseum wurde wegen Eises geschlossen. In Norditalien mussten Tausende Menschen in ihren Häusern ohne Strom auskommen, Züge blieben im Schnee stecken. Während die italienische Fußball-Liga die für Samstag geplanten Spiele abgesagt hat, wird in der Bundesliga eisern weitergespielt.
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Autor: dpa
