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13. September 2017

San Francisco

Fotograf lenkt im Streit um Affen-Selfies ein

Britischer Fotograf will spenden.

  1. Ob der Affe Naruto weiß, was ein Copyright ist? Foto: dpa

SAN FRANCISCO (AFP). Ein Affe schnappt sich eine Kamera und schießt Selfies, die dann rasch zum weltweiten Renner im Internet werden – mehrere Jahre danach ist nun der Streit um die Rechte an den Fotos des Makaken mit dem Namen Naruto beigelegt worden. Der britische Fotograf, dem die Kamera gehörte, einigte sich mit Tierschützern darauf, einen Teil seiner künftigen Einnahmen aus den Affen-Selfies für den Naturschutz zu spenden.

Wie die Tierschutzorganisation Peta am Montag mitteilte, wird der Fotograf David Slater 25 Prozent der Einnahmen an Einrichtungen weitergeben, die sich für den Schutz des natürlichen Lebensraums von Naruto und anderen Schopfmakaken auf der indonesischen Insel Sulawesi einsetzen. Peta hatte vor zwei Jahren vor einem US-Bundesgericht in San Francisco eine Copyrightklage im Namen des Affen eingereicht. Darin forderten die Tierschützer, dass Naruto zum "Urheber und Eigentümer seines Fotos" erklärt werden müsse.

Das Urheberrechtsgesetz in den USA verbiete einem Tier nicht das Halten eines Copyrights. "Da Naruto das Foto gemacht hat, gehört ihm das Copyright, wie es jedem Menschen gehören würde", argumentierte Peta. Slater führte ins Feld, dass ihm die Bilder gehörten, da er das Stativ aufgebaut habe und nur für wenige Minuten weggegangen sei. Der Affe habe die Kamera an sich gerissen.

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Slater hatte 2011 Tierbilder auf Sulawesi geschossen. In einem später veröffentlichten Buch fügte er zwei von Naruto aufgenommene Selbstporträts hinzu – auf denen das Tier breit zu grinsen scheint. Diese Fotos gehen seither um die Welt.

Autor: afp