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27. März 2010
Japaner saß 17 Jahre unschuldig im Gefängnis
TOKIO (AFP). Nach mehr als 17 Jahren im Gefängnis ist ein Mann in Japan für unschuldig erklärt worden. Das zuständige Gericht in Utsunomiya sprach den 63-jährigen Toshikazu Sugaya am Freitag vom Mordvorwurf frei. "Ich entschuldige mich aufrichtig bei Herrn Sugaya, dass die Justiz nicht auf die Wahrheit gehört hat und er deshalb mehr als 17 Jahre im Gefängnis saß", sagte der Vorsitzende Richter. Anschließend verbeugte er sich vor dem im Gefängnis ergrauten 63-Jährigen. Der Busfahrer eines Kindergartens war aufgrund eines erzwungenen Geständnisses und fehlerhafter DNA-Tests 1993 für schuldig befunden worden, eine Vierjährige entführt und ermordet zu haben. Jahre später forderten Sugayas Anwälte einen neuen DNA-Test und argumentierten, Anfang der 90er Jahre seien die Methoden weniger zuverlässig gewesen.
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Autor: afp
