Kein Feuerwerk am Südpol

dpa

Von dpa

Di, 02. Januar 2018

Panorama

Und wieder hat ein neues Jahr begonnen / Gefeiert wurde weltweit – mal ausgelassen, mal ruhig.

SYDNEY/PARIS/NEW YORK/ RIO DE JANEIRO (dpa). In allen Teilen der Welt wurde mit viel Raketen und Konfetti das neue Jahr gefeiert – und das nicht nur in den Metropolen, sondern auch in der Antarktis.

Zuerst war es im Pazifik um elf Uhr mitteleuropäischer Zeit so weit, später begrüßte Australien mit einem spektakulären Feuerwerk in Regenbogenfarben in Sydney das neue Jahr. Damit wurde der Beschluss Australiens für die Ehe von Schwulen und von Lesben gefeiert. Etwa 1,6 Millionen Menschen hatten sich in der Hafengegend an der Harbour Bridge versammelt.

In Paris feierten die Menschen mit einem Feuerwerk an den Champs-Élysées. Am Triumphbogen am Ende der Prachtstraße stieg ein kurzes Pyrotechnik-Spektakel in den Himmel. Ansonsten waren Raketen und Böller in der "Stadt der Lichter" an Silvester aber verboten.

US-Popsängerin Mariah Carey machte ihren Patzer vom vergangenen Silvester wett und legte am New Yorker Times Square einen perfekten Auftritt hin. Rund 20 Minuten vor Mitternacht sang die 47-Jährige ein Medley ihrer Hits, darunter "Hero" und "Vision of Love". Im Vorjahr hatte es peinliche Minuten gegeben, als Careys Musik zwar zu hören war, während sie teils stumm auf der Bühne stand.

Unter dem Motto "Abraço" ("Umarmung") begrüßte Rio de Janeiro das neue Jahr. Ein exakt 17 Minuten langes Feuerwerk erleuchtete die Copacabana-Bucht der brasilianischen Metropole. Schätzungsweise rund zwei Millionen Menschen feierten mit – viele von ihnen gingen traditionell ganz in Weiß zum berühmten Stadtstrand.

Sehr ungewöhnlich ging es in der Antarktis zu: Etwa 50 Männer und Frauen in der Polarforschungsstation Neumayer III haben im Keller gegrillt, auf Bierbänken gespeist und das neue Jahr auf dem Dach begrüßt – und das ohne Feuerwerk. "Das ist verboten. Es wäre auch unnötig gewesen, weil es hier zurzeit immer taghell ist", sagte Daniel Schubert vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremen.