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30. August 2010

Loveparade-Video ins Netz

Veranstalter will Polizei vorführen / GdP: Feige und unerhört / Bildausfall im Lagezentrum.

DUISBURG (dpa). Fünf Wochen nach der Katastrophe bei der Loveparade in Duisburg mit 21 Toten geht der Veranstalter in die Offensive: Der geschäftsführende Gesellschafter der Firma Lopavent, Rainer Schaller, will alle Aufnahmen seiner Überwachungskameras vom Unglückstag ins Internet stellen. Dies solle taktische Fehlleistungen der Polizei dokumentieren, sagte Schaller dem Spiegel.

Vertreter der Polizei reagierten empört. Dies sei feige und unerhört, sagte der nordrhein-westfälische Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Frank Richter. Die Verantwortung lasse sich dadurch nicht umgehen. Das Material umfasst die Aufnahmen von sieben Kameras mit einer Laufzeit von 22 Stunden. "Jeder soll sich selbst ein Bild von den Abläufen machen können", sagte Schaller.

Nach einem Bericht des WDR-Magazins Westpol kam es im Lagezentrum von Veranstalter und Polizei in der kritischen Phase zu technischen Störungen gekommen sein. "Es gab Kamerabilder, die plötzlich verschwanden", sagte der Geschäftsführer der Kölner Sicherheitsfirma R.A.D., Robert Ahrlé. Auf den Monitoren seien verschiedene Ausschnitte verschwunden, sagte Ahrlé.

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Autor: dpa