Peking ordnet Untersuchung an

dpa

Von dpa

Mi, 28. November 2018

Panorama

Genmanipulierte Babys.

PEKING (dpa). Nach der Verkündung der weltweit ersten Geburt genmanipulierter Babys in China hat die chinesische Regierung eine "unverzügliche Untersuchung" angeordnet. Die Nationale Gesundheitskommission teilte in Peking mit, man prüfe, ob der Fall mit den Gesetzen zum verantwortlichen Umgang mit der Gesundheit der Menschen übereinstimme.

Der Forscher He Jiankui aus der südchinesischen Stadt Shenzhen hatte unter Wissenschaftlern und Ethikern weltweit Empörung ausgelöst, als er die Geburt der ersten genmanipulierten Babys verkündete. Die an Embryonen vorgenommenen Eingriffe mit der noch jungen Genschere Crispr/Cas9 sollten die Kinder demnach resistent gegen HIV machen.

Allerdings gibt es bisher keine wissenschaftliche Prüfung durch unabhängige Fachkollegen, ob Hes Angaben stimmen. Auch ist der Einsatz der Genschere mit Risiken verbunden. Die staatliche Zeitung China Daily berichtete, der Forscher habe für seine Versuche keine Genehmigung bei den Behörden eingeholt. Die städtische Kommission für Familienplanung und Gesundheit sei nicht informiert worden, obwohl sie das Projekt hätte ethisch bewerten müssen.