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30. Dezember 2011
Polizistenmord vor der Aufklärung
Nach den tödlichen Schüssen auf einen Augsburger Polizisten nimmt die Münchner Polizei zwei Tatverdächtige fest.
AUGSBURG (dpa). Zwei Monate nach dem Mord an einem Polizisten in Augsburg steht die Tat vor der Aufklärung. Zwei Tatverdächtige wurden am Donnerstag festgenommen, wie die Polizei bestätigte.
Nach Medienberichten sollen die beiden Männer polizeibekannt sein und dem Augsburger Kriminellenmilieu entstammen. Einer von ihnen hat Medienberichten zufolge bereits vor mehr als 30 Jahren einen Beamten erschossen. Der Zugriff erfolgte nach Polizeiangaben um die Mittagszeit in Augsburg sowie im benachbarten Friedberg. "Die mutmaßlichen Täter waren von der polizeilichen Maßnahme vollkommen überrascht und leisteten keinen Widerstand", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Erklärung mit. Wie der Bayerische Rundfunk berichtete, erfolgte der Zugriff in der Augsburger Innenstadt durch ein Spezialeinsatzkommando der Münchner Polizei.Der Augsburger Polizist Mathias Vieth war in der Nacht zum 28. Oktober nach einer Verfolgungsjagd von zwei Unbekannten erschossen worden, seine Kollegin wurde schwer verletzt. Die Täter ließen ihr gestohlenes Motorrad zurück und flüchteten zu Fuß. Die Beamten fahndeten seitdem nach den Männern. Die Belohnung für Hinweise zur Aufklärung der Tat wurde schrittweise auf insgesamt 100 000 Euro erhöht.
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Die Jagd nach den Tätern wurde in den vergangenen Wochen mit immensem Aufwand betrieben. Profiler der Münchner Polizei und die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" sollten helfen, das Verbrechen aufzuklären. Auch DNA-Spuren wertete die Sonderkommission aus.
Nach dem Fahndungserfolg hat Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) die Ermittlungsarbeit der Polizei gelobt. "Die hohe Leistungsbereitschaft, die Geduld und die Hartnäckigkeit der Ermittler zahlen sich aus", sagte Seehofer nach Angaben der Staatskanzlei. "Ich war mir immer sicher, dass Polizei und Justiz alles tun, damit solche kaltblütigen Mörder gefasst werden."
Autor: dpa
