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03. Februar 2012
Schiffsdrama im Pazifik
Dutzende vermisst nach Fähruntergang vor Papua-Neuguinea.
SYDNEY (dpa). Schiffsdrama im Pazifik: Nach dem Untergang einer Fähre vor Papua-Neuguinea werden Dutzende der bis zu 350 Passagiere vermisst. Bis zum Donnerstagabend (Ortszeit) konnten 238 Menschen lebend geborgen werden, teilte die australische Schifffahrtsbehörde Amsa mit. Berichte über Tote lagen nicht vor. Rettungsmannschaften suchten nach weiteren Reisenden.
"Dies ist offensichtlich eine große Tragödie", sagte Australiens Premierministerin Julia Gillard kurz nach dem Unglück. Dieses habe wahrscheinlich vielen Menschen das Leben gekostet. Die Reederei teilte zunächst nur mit, sie habe am Morgen den Kontakt zu der Fähre verloren. Das Schiff, die Rabaul Queen, soll noch ein Notsignal abgesetzt haben. Die Ursache der Havarie rund 16 Kilometer vor der Küste war unklar. In Medienberichten wurde spekuliert, die 47 Meter lange Rabaul Queen könne überladen gewesen sein oder ein technisches Problem gehabt haben. Vor dem Büro der Reederei im Zielhafen Lae, der zweitgrößten Stadt Papua-Neuguineas, versammelten sich zahlreiche besorgte Angehörige, berichtete der Chef der örtlichen Handelskammer, Alan McLay. Es sei unwahrscheinlich, dass Ausländer an Bord der Fähre gewesen seien, die von der Insel Neubritannien aus gestartet war, schrieb The Australian unter Berufung auf das australische Außenministerium. Acht Schiffe, darunter auch Frachter, die sich in dem Gebiet befanden, eilten der Fähre zur Hilfe. Drei Hubschrauber waren ebenfalls im Einsatz. Australische Flugzeuge warfen Rettungsflöße über der Unglücksstelle ab, wie es weiter hieß. "Wir sind optimistisch, dass die Rettung dank der großen Hilfe gut verlaufen wird", sagte die Sprecherin des Seenotrettungsdienstes.
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Autor: dpa
