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27. Juli 2012
Spekulationen über Hinweise auf Amoklauf
Texte des Täters von Aurora.
WASHINGTON (dpa). Nach dem Kino-Massaker von Colorado spekulieren US-Medien, ob die Tragödie hätte verhindert werden können. Der mutmaßliche Amokläufer hat seine Mordpläne offenbar per Post an einen Psychiater verschickt. Die Medizin-Fakultät der Universität, wo James Holmes bis vor kurzem studierte, habe ein Paket mit einem Notizbuch voller erschreckender Texte und Zeichnungen erhalten, berichteten US-Medien am Donnerstag übereinstimmend.
Laut dem Fernsehsender NBC machte der 24-Jährige die Ermittler selbst auf das Beweisstück aufmerksam. Er müsse es vor dem Massaker bei einer "Batman"-Vorführung in einem Kino der Stadt Aurora verschickt haben.
Die Universität wies Berichte zurück, das Paket habe tagelang unbeachtet in der Poststelle gelegen. Es sei erst am Montag nach der Tat eingegangen und sofort der Polizei übergeben worden, hieß es am späten Mittwochabend (Ortszeit) in einer Mitteilung. Nach dem Fund sei das Gebäude evakuiert worden, damit die Bombenentschärfer der Polizei die Lieferung hätten untersuchen können.
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Genaue Angaben über den Inhalt wurden nicht bekannt, auch weil der mit dem Fall befasste Richter den Behörden Stillschweigen über die Ermittlungen auferlegt hat. Der Sender Fox News berichtete indes, der Spiralblock stecke "voller Details, wie er Menschen töten wollte".
Derweil hat sich US-Präsident Barack Obama erstmals persönlich in die neuerliche Debatte über das Waffenrecht eingeschaltet. Bei einem Wahlkampfauftritt in New Orleans (Louisiana) sagte er am Mittwochabend, dass alles getan werden müsse, um Kriminelle und geistig Verwirrte vom Erwerb von Waffen abzuhalten. Gezielt sprach er sich gegen den Verkauf von Angriffswaffen aus. "Die (Sturmgewehre) AK-47 gehören in die Hände von Soldaten und nicht in die Hände von Gaunern." Er glaube aber auch, dass die Verfassung den US-Bürgern das Recht gebe, Waffen zu besitzen. Der Student, der wegen des Amoklaufs in Haft sitzt, soll sich mehrere Waffen und Tausende Schuss Munition legal besorgt haben.
Autor: afp



