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11. März 2009

Suche mit Freiburger Bioradar

Drei-Fragen-An: Ingenieur Marc Loschonsky

  1. Marc Loschonsky Foto: privat

FREIBURG. Fast eine Woche nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs gibt es von dem letzten Vermissten noch immer keine Spur. Vergangene Woche waren auch Experten der Uni Freiburg an der Unglücksstelle und halfen mit einem neuartigen Bioradar bei der Suche. Lorenz Bockisch sprach mit Ingenieur Marc Loschonsky (29) vom Institut für Mikrosystemtechnik.

BZ: Herr Loschonsky, wer hat sie an die Unglücksstelle gerufen?

Loschonsky: Wir wurden über das Technische Hilfswerk (THW) verständigt. Mit denen zusammen haben wir bei einem Forschungsprojekt über Radarortungstechnik ein Gerät in Erprobung, mit dem man kleinste Bewegungen detektieren kann. Mein Kollege Christian Feige und ich wurden dann vom THW Schopfheim abgeholt.

BZ: Was kann dieses Spezial-Radar?

Loschonsky: Die etwa bügeleisengroße Antenne ist an einen Laptop angeschlossen. Sie sendet Radarwellen, die bis zu fünf Meter Tiefe in den Boden dringen. Dort können wir kleine Bewegungen ausmachen, etwa die Atmung oder einen Herzschlag einer lebenden Person.

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BZ: Wie lief Ihre Arbeit im Schutt ab?

Loschonsky: Zunächst waren wir am Fuße des Trümmerhaufens und haben dort gesucht, wo auch die Suchhunde angeschlagen hatten. Dann ließen wir von einem Krankorb aus die Antenne über dem Bereich, wo die Vermissten vermutet wurden, herab. Auch da kamen später noch die Suchhunde hin, um sicherzugehen. Unser Gerät befindet sich schließlich noch in der Erprobungsphase. Entdeckt haben wir aber keine lebenden Personen, leider.